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1. FC KölnHeimsieg gegen den VfB Stuttgart könnte FC auf 25 Punkte heben

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Baumgart und Modeste zufrieden

Steffen Baumgart (l.) baut gegen Stuttgart auf den Einsatz von Torjäger Anthony Modeste

Köln – Wenn das Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den VfB Stuttgart gespielt ist, und die Fußball-Bundesliga in eine dreiwöchige Weihnachtspause geht, hat Steffen Baumgart die erste Halbserie als Trainer des 1. FC Köln hinter sich. Der 49-Jährige hat in diesen ersten sechs Monaten am Geißbockheim viel erlebt und eines besonders gelernt: „In Köln geht nichts ohne Druck und der FC ist kein Verein, in den die Ruhe einkehrt. Ich sehe das hier weiterhin als große Herausforderung.“

Baumgart reagiert eher gelassen auf Wehrles Entscheidung

Die Ereignisse der vergangenen Woche stützen Baumgarts These, dass der FC auch unter seiner sportlichen Führung nichts von seinem außergewöhnlichen und bisweilen divenhaften Charakter eingebüßt hat. Zum Beispiel die Diskussionen um den wohl bevorstehenden Abgang von Alexander Wehrle nach Stuttgart. Der Geschäftsführer war neben Ex-Sportchef Horst Heldt und dessen Interims-Nachfolger Jörg Jakobs maßgeblich an Baumgarts Verpflichtung im Frühjahr 2021 beteiligt. Spätestens zur Saison 2022/23 wird Baumgart aber mit keinem aus diesem Trio mehr in Köln zusammenarbeiten.

Derby am Sonntag

Einmal freitags, zweimal samstags und dreimal sonntags: So lauten die von der Deutschen Fußball Liga am Freitag bekanntgegebenen zeitgenauen Ansetzungen für die Partien des 1. FC Köln an den Spieltagen 22 bis 27 der Fußball-Bundesliga. Die Geißböcke reisen im Jahr 2022 am Freitag, 11. Februar (20.30 Uhr), zu RB Leipzig. Es folgen zwei Samstagsspiele gegen Eintracht Frankfurt (19. Februar, 18.30 Uhr) und am Karnevalssamstag bei der SpVgg Greuther Fürth (26. Februar, 15.30 Uhr). Sonntags geht es im Rheinenergiestadion gegen die TSG Hoffenheim (6. März, 17.30 Uhr), zum Derby bei Bayer 04 Leverkusen (13. März, 15.30 Uhr) sowie gegen Borussia Dortmund (20. März, 19.30 Uhr). (tca)

Ein Vorgang, der den Coach eigentlich zu denken geben könnte. Nachdem er vor einer Woche noch um Wehrles Verbleib kämpfen wollte, nahm der FC-Coach die sich ankündigende Trennung am Freitag aber eher professionell zur Kenntnis: „Alex hat eine freie Entscheidung getroffen. Damit müssen wir alle umgehen. In unserem Geschäft hat man immer mal einen Wechsel. Meistens auf der Trainerposition, jetzt hier bei uns eben in anderen Bereichen“, erklärte er und brachte das Wesentliche auf den Punkt: „Der Verein hat lange vor uns existiert und wird es auch noch nach uns. Entscheidend ist, dass jeder alles gibt, so lange er da ist. An meiner Arbeit wird sich durch die Wechsel in der Geschäftsführung nichts ändern.“

Baumgarts Erfahrungen mit Kölner Druck

Wie der FC und Köln ticken, hatte Baumgart auch vor dem Auswärtsspiel vergangenen Dienstag in Wolfsburg intensiver zu spüren bekommen. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg und nur noch drei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz sei „der Druck schon zu spüren gewesen“, räumte der Trainer ein. Auch deshalb hätte der 3:2-Erfolg eine befreiende Wirkung gehabt: „Wir haben es endlich geschafft, so ein Spiel mal über die Linie zu bringen. Es war wichtig für uns zu sehen, dass wir gegen einen Champions League-Teilnehmer nicht nur dominant auftreten, sondern auch gewinnen können“, erinnerte er an die Spiele gegen Dortmund und Leipzig, aber auch an die in Freiburg, Frankfurt und Mainz.

Trotz der ein oder anderen verpassten Chance in der Hinrunde sogar mehr als die bislang erreichten 22 Punkte zu sammeln, ist Baumgart mit dem Ergebnis seiner Arbeit einverstanden: „Wir sollten zufrieden sein, wissen aber, was wir besser machen können. Die Mannschaft hat ein ganz anderes Gesicht als vor einem halben Jahr. Man sieht mich hier häufig lachen.“

Sieg über Stuttgart könnte FC auf 25 Punkte bringen

Das möchte er auch am Sonntag. Mit einem Sieg kämen die vergangene Saison mit 33 Punkten nach 34 Spielen fast abgestiegenen Kölner auf überragende 25 Zähler. Der Abstand auf Relegationsplatz 16 würde definitiv acht Punkte betragen. „Der Druck wird auch gegen Stuttgart zu spüren sein“, sagte Baumgart deshalb. Den VfB hat beim 0:5 unter der Woche gegen Bayern München besser gesehen, als es das Ergebnis aussagt: „Wenn man das Spiel ohne die Tore betrachtet, waren die Bayern nicht so überlegen und Stuttgart oft am Drücker. Das wird kein Selbstläufer.“

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Neben Torwart Timo Horn und Tomas Ostrak muss Baumgart wie schon in Wolfsburg auf Dejan Ljubicic (muskuläre Probleme) verzichten. „Das Spiel kommt zu früh. Er hatte keinen Urlaub. Sein Körper braucht Ruhe, die geben wir ihm“ erinnerte der FC-Coach daran, dass der Österreicher unmittelbar vor der Saisonvorbereitung in seiner Heimat noch den Grundwehrdienst abgeleistet hatte.

Fehlen wird am Sonntag zudem der weiter erkrankte Ellyes Skhiri. Ob der Tunesier wegen des Afrika Cups den Kölnern bis zum 6. Februar nicht zur Verfügung steht, ist noch offen. Aktuell denkt der Afrikanische Fußballverband über eine erneute Absage des Kontinentalturniers in Kamerun nach. Sollte der Cup stattfinden, müssten die Kölner Skhiri ab dem 24. Dezember abstellen. Immerhin nahmen die am Donnerstag pausierenden Salih Özcan und Anthony Modeste wieder am Training teil. Beide könnte somit am Sonntag zum Abschluss der Hinrunde wieder auflaufen.

Voraussichtliche Aufstellungen: 1. FC Köln: Schwäbe; Schmitz, Kilian, Czichos, Hector; Özcan; Kainz, Duda, Uth; Modeste, Andersson. – VfB Stuttgart: Müller; Mavropanos, Anton, Ito; Coulibaly, Karazor, Kempf; Endo, Mangala; Führich; Marmoush.