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FanrekordBegeisterung über „großartige Kulisse“ bei FC-Frauen

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COLOGNE, GERMANY - NOVEMBER 27: Fans of Koeln in carnival costums during the FLYERALRM Frauen-Bundesliga match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at Franz-Kremer-Stadion on November 27, 2022 in Cologne, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Getty Images for DFB)

Eine Choreografie auf der Haupttribüne des Franz-Kremer-Stadions begleitete das Heimspiel der Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg.

Der Frauenfußball ist auch beim 1. FC Köln weiter auf dem Vormarsch. Bei der 0:4-Niederlage gegen Serienmeister VfL Wolfsburg war das Franz-Kremer-Stadion mit 5400 Zuschauern erstmals ausverkauft.

Die Entwicklung bei den Fußballerinnen des 1. FC Köln schreitet weiter voran. Die Kulisse von 5400 Fans am Sonntag beim Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg im erstmals ausverkauften Franz-Kremer-Stadion war ein weiterer Meilenstein. Dass es dabei sportlich nichts zu holen gab und die Partie mit 0:4 verloren ging, war freilich keine Überraschung.

Sascha Glass freute sich nach dem Abpfiff über den Fan-Ansturm: „Die Kulisse war großartig. Ich finde es hier auch mit 1500 Zuschauern schon ganz schön, aber heute war es natürlich überragend.“ Der FC-Coach hoffte   zugleich aber auch, dass die voll besetzten Ränge kein einmaliges Ereignis darstellen werden: „Ich hoffe, dass die Leute wiederkommen.“ Eine wichtige Rolle bei den steigenden Zuschauerzahlen spielt der Frauen-Fanclub „Rut-Wiess“. Die im Sommer gegründete Gruppe begleitet das Team zuhause und auch auswärts. Gegen Wolfsburg zeigte der Fanclub sogar eine Choreografie.

Die Besucher sahen jedoch auch, dass zwischen Köln und Serienmeister Wolfsburg im Frauenfußball noch Welten liegen. „Man hat die Reife und Qualität von Wolfsburg gesehen. Wir haben die Tore etwas hergeschenkt, das ist schade“, bilanzierte Glass. „Wir waren oft am und im Sechzehner, aber dann nicht konsequent genug. Da müssen wir uns mehr zutrauen und konsequenter sein.“ Dennoch sei er „sehr stolz“ gewesen, „wie wir aus der Halbzeit herausgekommen sind. Wir sind nicht zusammengebrochen.“ Auch das vierte Gegentor habe sein Team nicht aus der Bahn geworfen: „Wir haben nicht aufgegeben und die Mannschaft hat Moral bewiesen.“

Die Kulisse war großartig. Ich finde es hier auch mit 1500 Zuschauern schon ganz schön, aber heute war es natürlich überragend.
Sascha Glass, Trainer FC-Frauen

Zur Wahrheit gehört aber auch: Das 0:4 war die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge. Mit neun Punkten aus acht Spielen stehen die Kölnerinnen immerhin mit sicheren sieben Zählern Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Doch mit dem Klassenerhalt allein, auch wenn dieser das offizielle Saisonziel ist, wird man sich am Geißbockheim nach der Transfer-Offensive im Sommer kaum zufrieden geben. Die drei verlorenen Punkte bei der unnötigen 1:2-Niederlage Ende Oktober in Duisburg werden schmerzlich vermisst. Mit dann zwölf statt neun Punkten wäre der FC auf Tuchfühlung mit den Top Fünf der Tabelle – einer Region, die man spätestens mittelfristig ohnehin anpeilt.

Meppen auswärts (4. Dezember) und Freiburg daheim (11. Dezember, beide 13 Uhr) sind die beiden letzten Gegner vor der Winterpause. Drei Punkte sind Pflicht – idealerweise werden es mindestens vier. Und dann kommen im Frühjahr sicher weiterhin viele Fans zu den Heimspielen in den Grüngürtel.