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Nationalspieler„Kein WM-Loch“ bei Kimmich – Götze will bei EM dabei sein

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Joshua Kimmich

Joshua Kimmich

Nach dem abermaligen Vorrunden-Aus bei einer WM hatte Joshua Kimmich noch die Befürchtung vor einem „Loch“ geäußert. Heute verspührt der 27-Jährige wieder Lust auf Fußball.

Seine Kinder haben WM-Patient Joshua Kimmich aus der Turnierdepression geholfen. „In ein Loch bin ich ehrlicherweise nicht gefallen, das ist meinen drei Kindern geschuldet“, berichtete der Profi von Bayern München am Mittwoch gut gelaunt im Trainingslager des deutschen Fußball-Rekordmeisters in Katar.

Nach dem abermaligen Vorrunden-Aus hatte der 27-Jährige noch die Befürchtung vor einem „Loch“ geäußert und vom „schlimmsten Tag in meiner Karriere“ gesprochen. „Das ist nichts, was man einfach vergessen oder abhaken kann“, sagte er jetzt, „trotzdem ist die Motivation, wieder hier zu sein, riesig.“

Kimmich weiter: „Am Ende des Tages macht Fußball auch sehr viel Spaß. Ich habe sehr, sehr viel Lust auf Fußball.“ Es bringe nichts, „die ganze Zeit über die vergebene Chance zu hadern“, mit den Bayern habe er national wie international „große Ziele“. Und mit der Nationalmannschaft, mit der er bei drei großen Turnieren zweimal in der Vorrunde und einmal im Achtelfinale scheiterte? „Ich muss einfach spielen, bis ich 45 bin“, sagte Kimmich und lachte.

Oliver Kahn ist sich sicher, dass der Führungsspieler beim FC Bayern und in der Nationalelf „wieder Top-Leistungen bringen“ werde. „Joshua wird hier wie immer vorangehen und angreifen. Nach solchen Erlebnissen noch besser zu werden, das zeichnet den Champion aus“, sagte der Vorstandschef der Sport Bild.

Götze will DFB-Karriere fortsetzen: „EM 2024 wäre superschön“

Rio-Held Mario Götze will unterdessen nach der verkorsten WM in Katar seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen und hat die Heim-EM 2024 im Visier. „Wenn Hansi Flick mich anruft und fragt, bin ich dabei. Es ist natürlich ein großes Turnier und es wäre superschön“, sagte der 30-Jährige der Bild im Rahmen des Trainingslagers von Eintracht Frankfurt in Dubai.

Er wisse allerdings genau, dass der Fußball „sehr schnellebig“ ist, führte der offensive Mittelfeldspieler aus: „Ich habe die WM mitgenommen. Ich freue mich, wenn da noch mehr kommt. Aber es muss in den Kontext passen mit Trainer, mit Mannschaft und mit meiner Leistung. Klar hat man das Ziel, 2024 zu spielen.“ Doch darüber entscheide allein „die Performance auf dem Platz“ und er müsse weiterhin „jeden Monat abliefern.“

Die Bankrolle bei der WM hat Götze bereits abgehakt. „Im ersten Moment ist man etwas verärgert, klar. Aber das war im Urlaub schnell wieder vergessen“, betonte der Weltmeister von 2014. In Katar war er als Joker lediglich zu 34 Einsatzminuten gekommen. (sid, dpa)