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1:2-Niederlage gegen die DEGTiefer Frust bei den Kölner Haien

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Trainer Cory Clouston von Köln

Trainer Cory Clouston von Köln

Das Wort "Frustration" dominierte bei den Kölner Haien nach der bitteren 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen im Derby gegen Düsseldorf. Die Haie verloren damit auch das zweite Aufeinandertreffen mit dem ewigen Rivalen in der laufenden Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL), und das trotz bester Chancen und zeitweise drückender Überlegenheit.

"Wir hatten das Spiel in der Hand und dann ist es sehr frustrierend, wenn man als Verlierer vom Eis geht", sagte Kölns einziger Torschütze Philip Gogulla. "Penaltyschießen ist immer eine Sache für sich, trotzdem hätten wir unser Powerplay in der Verlängerung nutzen müssen. Wir haben im Spiel zwar ein Tor in Überzahl gemacht, müssen da aber besser werden. Es ist natürlich frustrierend, wenn die Dinger nicht reingehen."

Ausgerechnet in den für die Fans so wichtigen Derbys patzen die Haie immer wieder, zuletzt verlor man auch gegen Krefeld, den nächsten Gegner der Kölner. "Wir wollten gegen die DEG natürlich gewinnen und haben auch viele Dinge richtig gemacht", sagte Gogulla. "Wir müssen jetzt schauen, dass wir für kommenden Freitag wieder bereit sind, dann gibt es ein ganz wichtiges Derby gegen Krefeld. Wir brauchen mal wieder einen Dreier und dafür müssen wir unter der Woche hart arbeiten."

Auch gute Nachrichten

Es gibt auch gute Nachrichten für die Haie, sportlich sind sie im Moment zwar nur Sechster, dafür sind sie nach mehreren Jahren wieder die Nummer Eins der Liga in der Zuschauergunst. Durch das fast ausverkaufte Derby mit über 18 000 Besuchern überholten sie die sonst stets führenden Berliner Eisbären.

Die haben einen deutlichen Rückgang mit einem Minus von 1231 Zuschauern pro Spiel im Vergleich zur Vorsaison zu verzeichnen, die Haie liegen mit einem Schnitt von 11 920 Besuchern nur knapp unter dem letzten Jahr. Übrigens verzeichnet nur Liganeuling Bremerhaven ein leichtes Plus, ansonsten sind die Zuschauerzahlen in der gesamten Liga rückläufig. Ursache für den Schwund ist wohl die Tatsache, dass in dieser Saison erstmals jedes Spiel live im Fernsehen übertragen wird, dadurch sparen sich viele Fans lange Auswärtsfahrten, worunter besonders eine nicht sehr zentral gelegene Stadt wie Berlin leidet.

"Wir haben fantastische Fans, leider haben wir ihnen nicht den Sieg geschenkt", bedauerte Trainer Cory Clouston. Sieg und Niederlage hängen oft am seidenen Faden, so war es auch am Sonntag gegen Düsseldorf. Nur wegen ein wenig Pech im Glücksspiel Penaltyschießen darf nicht gleich alles schlecht sein, so der Trainer. "Unglücklicherweise haben wir das Penaltyschießen verloren, sonst wären alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause gegangen", sagte Clouston. "So müssen wir das betrachten, wir hätten genau dasselbe Spiel gespielt, wären aber glücklich gewesen."

Als Coach ist nach dem Spiel vor dem Spiel, so blickte Clouston bald wieder nach vorn. "Wir müssen das Positive mitnehmen", sagte er. "Am Freitag steht das nächste wichtige Spiel an. Nach dem freien Montag müssen wir uns neu aufstellen. In den letzten Spielen haben wir gutes Eishockey gespielt, doch aus welchem Grund auch immer haben wir nicht oft genug ins Tor getroffen."

Die Haie brauchen mehr Siege, um den Platz unter den besten Sechs halten zu können. Dazu muss man Tore schießen. "Wenn man während des Spiels die Chancen nicht nutzt, geht die Frustration hoch, dann muss man die Dinge positiv halten und die Jungs fokussieren", analysierte Clouston. "Wir müssen einen Weg finden, den Puck wieder ins Netz zu bringen."