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SiegKölner Haie überzeugen in Iserlohn

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Kölner Fans bejubeln den Sieg der Haie (Archivbild).

Iserlohn – Mit einem 1:0 (0:0/1:0/0:0) – Sieg bei den Iserlohn Roosters am letzten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) beenden die Kölner Haie die Hauptrunde auf dem 7. Tabellenplatz und treffen in der 1. Playoff-Runde auf den Deutschen Meister Adler Mannheim.

Die Runde beginnt Mittwoch in Köln im Modus „Best-of-three“, zwei Siege sind zum Weiterkommen nötig.

Vor dem letzten Spieltag standen die zehn Playoff-Teams bereits fest, doch es ging noch um die Startplätze für die Meisterschaftsrunden. Köln als Neunter wollte mit einem Sieg  das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde erkämpfen, Iserlohn hätte mit einem Sieg sogar als Tabellenerster abschließen und damit zum ersten Mal in seiner Geschichte die Pole Position holen können.

Iserlohn ist sicher im Viertelfinale, Köln muss sich dafür erst über die erste Runde qualifizieren. Nicht nur deswegen gingen die Sauerländer als Favoriten ins Spiel, Köln hatte seine letzten vier Auftritte am berüchtigten Seilersee verloren, zuletzt gab es ein schlimmes 1:6.

Pleiteserie in einem spannenden Spiel beendet

Doch die Haie begannen gut, obwohl Stammtorhüter Gustaf Wesslau wie am Freitag krank ausfiel und auch Verteidiger Alexander Sulzer wieder einmal verletzt passen musste.

„Wir hatten auch am Freitag gegen Düsseldorf viele verletzte Spieler, andere waren krank und spielten trotzdem, sie zeigten eine Menge Charakter“, sagte Trainer Cory Clouston.

Im Tor stand für Wesslau wieder der im Derby überragende Daniar Dshunussow. Für Trainer und Mannschaft war es ungemein wertvoll zu wissen, dass sie auch ohne Wesslau mit einem starken Torhüter ausgestattet sind. 

„Daniar hat gegen Düsseldorf seht gut gespielt“, lobte Clouston. „Er hat wichtige Saves gemacht, stand sehr sicher und wurde von seinen Vorderleuten gut unterstützt.“

Nach dem ersten Drittel stand es in Iserlohn noch 0:0, da Köln gut in der Defensive stand und die Gastgeber zu viele Strafen kassierten. Vom erwarteten Iserlohner Sturmlauf war auch im zweiten Abschnitt nicht viel zu sehen, Köln wurde immer selbstsicherer und hielt das Spiel total offen, zunächst allerdings ohne hundertprozentige Torchancen herauszuspielen.

In der 37. Spielminute brach der Bann, Iserlohns Verteidiger Ryan Button verlor den Puck auf der rechten Abwehrseite, Shawn Lalonde schnappte sich den Puck und passte schnell vor das Tor, wo Alexander Weiß direkt zum 0:1 abzog.

Kölner Haie trotzten den Konterversuchen

Iserlohn antwortete mit wütenden Angriffen, in der 43. Minute traf Nick Peterson nur den Pfosten, der Abpraller landete unter Dshunussow. Die Gastgeber schalteten einen Gang hoch und schnürten die Haie vor ihrem eigenen Tor ein, Köln blieb aber immer durch Konter gefährlich und blockte viele Iserlohner Schüsse. Wenn mal eine Scheibe auf das Kölner Tor kam, griff Dshunussow sicher zu.

In der Schlussphase spitzte sich die Spannung zu, Andreas Falk kassierte eine Strafe, Iserlohn schoss im Powerplay aus allen Lagen, die Haie warfen sich in jeden Schuss. Als Köln wieder komplett war, nahmen die Roosters ihren Torhüter vom Eis, aber die Haie brachten den Sieg über die Zeit.

Held des Tages war wie am Freitag Dshunussow, der sich auf die Playoffs freute: „Wir sind ähnlich wie Mannheim mit sehr hohen Erwartungen in die Saison gegangen und konnten sie nicht erfüllen. Aber wir haben uns jetzt zusammengerissen, gut gespielt und hoffentlich geht es so weiter.“

Die Haie gehen als leichte Favoriten in die Serie, weil Mannheim seit Wochen außer Form spielt. „Mannheim und wir sind sehr stark besetzt und niemand hätte wohl vor der Saison erwartet, dass wir schon in der ersten Runde auf die Adler treffen“, sagte Haie-Kapitän Moritz Müller. „Es wird eine sehr interessante Serie.“