TennisCaroline Daxhelet sorgt für „magischen Moment“ bei Blau-Weiß Köln

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Bemelman s girlfriend Caroline Daxhelet pictured at a tennis game between Belgian Ruben Bemelmans ATP Tennis Herren 124) and South-African Kevin Anderson (ATP 42), in the third round of the men s singles at the Wimbledon grand slam tennis tournament at the All England Tennis Club, in southwest London, Britain, Friday 07 July 2017. BENOITxDOPPAGNE PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY x05128113x

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Caroline Daxhelet kämpft mit Blau-Weiß Köln um den Klassenerhalt.

Das Damen-Team des Tennis-Zweitligisten hofft noch auf den Klassenerhalt. 

Die Match-Uhr ging schon in Richtung zwei Stunden und 45 Minuten, als Caroline Daxhelet der Geistesblitz traf. Die belgische Nummer vier des Kölner HTC BW stand im Einzel gegen Alicia Melosch bei 6:4, 4:6, 8:9 und Matchball gegen sich mit dem Rücken zur Wand.

Anstatt ihren Aufschlag wie gewöhnlich über Kopf ins gegnerische Feld zu schmettern, entschied sich die 26-jährige Nummer vier aber für einen kurz ausgeführten Schlag von unten. Dieser überraschte ihre drei Jahre jüngere Gegnerin derart, dass diese den Ball zum 9:9 ins Aus beförderte. Daxhelet gewann auch die folgenden beiden Punkte und sicherte sich den Champions-Tiebreak mit 11:9.

„Das war schon ein magischer Moment“, sagte Simon Laskey über den wichtigen vierten Einzel-Punkt beim Großflottbeker THGC, der den ersten Saisonsieg in der zweiten  Tennis-Bundesliga Nord erst möglich machte. „Von diesen Momenten brauchen wir im Abstiegs-Finale noch mehr.“

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Nach dem 6:3 an Christi Himmelfahrt richtete der Sportwart den Blick schon auf Freitag. Dann treffen die Aufsteigerinnen auf den Sandplätzen im Beethoven-Park nämlich auf ihren ehemaligen Regionalliga-Rivalen TC Union Münster. Noch ohne Sieg ziert dieser das Tabellenende, wird aber alles investieren, um im NRW-Duell zu reüssieren.

Wir haben so geplant, dass wir gegen Münster die beste Mannschaft stellen können und sogar noch eine Überraschung für das Derby haben
Simon Laskey, Sportwart von Blau-Weiß Köln

„Auch wir haben so geplant, dass wir gegen Münster die beste Mannschaft stellen können und sogar noch eine Überraschung für das Derby haben“, erwähnt Laskey sein Personal-Puzzle. Als Sportwart musste er schon vor der Saison erahnen, welche Konkurrenten zu bezwingen sind und wann er entsprechend des für Zweitliga-Verhältnisse niedrigen Budgets „All in“ gehen muss.

Vor dem 6:3 beim Tabellensechsten in Hamburg, kassierten die BW-Damen drei Niederlagen gegen Bielefeld (1:8), Gladbach (3:6) sowie in Aachen (2:7), und unterlagen zwei Tage nach Hamburg auch  RW Berlin (1:8). „Unsere Heimspiele werden trotzdem sehr gut angenommen. Die Leute haben Lust bekommen auf Tennis-Bundesliga“, berichtet Laskey von in der Spitze 300 Zuschauern an der Neuenhöfer Allee.

Blau-Weiß Köln will mindestens den vorletzten Platz halten

Damit im Kölner Südwesten auch 2024 Zweitliga-Tennis geboten werden kann, sollte der Absturz auf den letzten Platz vermieden werden. „Man kann erst Mitte Juli definitiv sagen, wie viele Absteiger es gibt, weil dann erst klar ist, wie viele Mannschaften aus der Ersten Liga in welche Zweitliga-Staffel heruntermüssen“, erklärt Peter Becker.

Der Staffelleiter aller Damen-Bundesligisten gibt auch zu bedenken, dass Vereine aus finanziellen Gründen auf ihren Startplatz verzichten könnten. Nur deswegen durfte Laskeys Mannschaft als Regionalliga-Zweiter 2022 in das Abenteuer Zweite Bundesliga starten.

Nun bündelt der Sportwart vor dem Saisonfinale alle Kräfte und hat nach einer außerordentlich einberufenen Vorstandssitzung den gesamten Verein hinter sich. „Wir wollen den vorletzten Platz mindestens halten oder die Großflottbeker sogar noch überholen“, sagt der Sprecher des Vorletzten.

Dafür werden Victoria Muntean (FRA), Julia Rennert, Augustina Chipac (ITA), Carolin Daxhelet, Isabel Heupgen und Linda Prenkovic am Freitag ab 13 Uhr im NRW-Derby gegen Münster alles geben.

Am Sonntag steht noch das finale Auswärtsspiel beim TC SSC Berlin an. Bis dahin sollten die Kölnerinnen aber schon genügend magische Momente auf die heimischen Sandplätze gezaubert haben, um beim Tabellendritten befreit aufspielen zu können.

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