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Saisonbilanz der VolleyballerinnenDeshalb ist DSHS Köln zufrieden mit Platz drei

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Jimmy Czimek

Trainer Jimmy Czimek hat vor der Saison sein Konzept umgestellt.

Köln – „Ausgerechnet an meinem Geburtstag“, muss sich Melanie Gosmann gedacht haben, als sie nach dem letzten Spiel der zweiten Volleyball-Bundesliga Nord zur Dopingkontrolle abgeordnet wurde.

Die Außenangreiferin hatte beim 3:2-Sieg beim VfL Oythe den Matchball verwandelt und wollte ihren 30. Geburtstag mit ihren Teamkolleginnen feiern. „Wir mussten unsere Pizza schonmal ohne sie essen“, berichtete Trainer Jimmy Czimek von den zeitlichen Problemen nach dem versöhnlichen Saisonabschluss, „dafür wurde unsere Fahrt im Bus feucht-fröhlich.“

Silke Schrieverhoff

Silke Schrieverhoff verlässt das Team DSHS.

Nicht nur Gosmanns Ehrentag, sondern auch die Dramaturgie des finalen Erfolgs sorgte für ausgelassene Stimmung. Nachdem seine Spielerinnen die ersten beiden Sätze für sich entschieden hatten, wechselte Czimek durch und wurde bestraft. „Es ist dann nicht mehr so gelaufen und wir mussten schon im dritten Satz zurück wechseln“, erklärte der Coach.

Kölner Schlüsselspiel im November gegen Leverkusen

Der Satz-Ausgleich der Gastgeberinnen konnte nicht mehr verhindert werden, wohl aber die Niederlage. „Im Tiebreak lagen wir schon 6:9 hinten, hatten am Ende aber auch das Glück des Tüchtigen“, lobte Czimek den nervenstarken Kraftakt seines Teams. Das 3:2 war der vierte derartige Sieg in dieser Saison.

„Insgesamt können wir mit der Runde sehr zufrieden sein“, hielt der Volleyball-Dozent von der Deutschen Sporthochschule fest. Weil er zu Saisonbeginn das Konzept geändert, mehr auf schnelle Angriffe gesetzt und einige Spielerinnen auf neue Positionen gestellt hatte, brauchte der Vizemeister aus der Saison 2020/21 Anlaufzeit.

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Zum Start folgten auf das 3:2 in Sorpesee Niederlagen in Hamburg sowie gegen Essen. Und auch gegen Borken und Emlichheim konnte nicht gewonnen werden.

Dann kam am 20. November 2021 das Derby gegen Vorjahres-Meister Leverkusen. „Nachdem wir gegen sie 3:0 gewonnen hatten, gab es aus den folgenden 18 Spielen 17 Siege“, so Czimek. Einzig das Duell beim Titelträger in Borken verloren die Junkersdorfer Damen mit 1:3. „Dass wir am Ende nicht mehr an Leverkusen vorbeigekommen sind, macht gar nichts“, sagte der Trainer, „für die Ränge zwei und drei gibt es sowieso keine Medaillen.“

Da Silke Schrieverhoff (Diagonal) und Leonie Wienkämper (Mittelblock) als Abgänge feststehen, muss der Trainer für 2022/23 umdisponieren. „Wir müssen uns im Team unterhalten, wie wir Sille und Leonie ersetzen, ich habe aber einen Neuzugang im Blick“, so Czimek.