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Bonner HeimsiegKein Karnevalskater bei den Baskets

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Bonns Patrick Heckmann (rechts) lässt Vechtas Tommy Kuhse stehen.

Bonns Patrick Heckmann (rechts) lässt Vechtas Tommy Kuhse stehen.

Bonn liegt nicht einmal zurück und besiegt Rasta Vechta mit 101:83

Als Youngster Kenan Reinhart 23 Sekunden vor Schluss einen Dreier zum Endstand einnetzte, brach riesiger Jubel im Telekom Dome aus. Der 18-Jährige erzielte vor 5180 Zuschauern seine ersten Bundesligapunkte und durchbrach für die Telekom Baskets Bonn die Schallmauer von 100 Punkten. Gegen Rasta Vechta behielten die Gastgeber mit 101:83 (32:23, 18:19, 21:23, 30:18) die Oberhand.

Die Baskets mussten neben Tylan Birts und Jonathan Bähre auch auf Melvin Jostmann und Starter Joel Aminu verzichten, für den Zach Cooks begann. Für den ersten Höhepunkt sorgte Vechtas TJ Bamba, der über seinen Mitspieler Tibor Pleiß dunkte und auf 8:9 (4.) verkürzte. Als die Bonner öfter die Blöcke swichten, generierten sie viele Ballgewinne, die zum 27:19 (9.) führten. Im Positionsangriff kreierten die Baskets immer wieder geschickt Eins-gegen-Eins-Situationen, die einfache Punkte bedeuteten.

Nach der ersten zweistelligen Führung (30:20, 10.) schalteten sie in der Verteidigung einen Gang herunter, so dass Rasta auf 32:29 (11.) herankam: „Mit unserer Defensive war ich in drei Vierteln nicht zufrieden. Wir hatten zu viele individuelle Fehler“, sagte Trainer Marko Stankovic.

Als die Konzentration zurückkehrte, führten die Rheinländer schnell wieder mit zehn Zählern (48:38, 19.). Zur Pause ermahnte Patrick Heckmann sich und seine Kollegen, den Gegner nicht mehr so oft in die Zone ziehen zu lassen, um Abschlüsse und Pässe nach außen zu verhindern.

Positiv war die Dreierquote der Baskets, die mit 46 Prozent (6/13) deutlich über dem Schnitt lag. Ausschlaggebend für den 50:42-Vorsprung nach 20 Minuten war aber die bessere Zweierquote. Bonn kam auf 73 Prozent (11/15), Vechta nur auf 37,5 Prozent (6/16).

Auch im dritten Viertel schafften es die Magentafarbenen nicht, sich entscheidend abzusetzen. Immer wenn sie die Chance hatten, ihren Vorsprung deutlicher zu gestalten, fehlte ihnen der Killerinstinkt. Kaum hatten sie wieder Oberwasser, ließen schwache Würfe gepaart mit etwas Übermut die Führung schmelzen.

In einer Auszeit nach dem 58:57 (25.) rüttelte Stankovic seine Spieler wach. Nach einem spektakulären Block von Kur Jongkuch gegen Philipp Herkenhoff legten die Baskets zum 71:65 (30.) – auch begünstigt durch zwei Technische Fouls der Gäste – vor.

Im Schlussabschnitt lief Cooks heiß und versenkte einen Dreier zum 76:66 (32.). Endlich schaffte es Bonn, die Konzentration hochzuhalten und den Vorsprung in die Höhe zu schrauben (81:68, 33./90:78, 36.). Die Kirsche auf den vierten Sieg in Folge setzte Reinhart.

Stankovic lobte die Angriffsleistung seines Teams: „Wir haben offensiv sehr solide gespielt, 101 Punkte erzielt und hatten eine höhere Trefferquote als der Gast. Offensiv hat uns die Kontrolle gehört.“

Einmal mehr bescherte die Verteidigung den Baskets zwei Punkte: „Im letzten Viertel haben wir deutlich aktiver und aggressiver gespielt und im Halbfeld einige schwierige Würfe forciert. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Doch die nächsten vier Tage sind es auch. Wir müssen uns ausruhen, um am Montag wieder mental frisch zu sein, um so weiterzuarbeiten, wie wir es bereits seit Saisonbeginn tun. Denn es ist offensichtlich, dass dieses Team auf dem richtigen Weg ist.“

Nach der Nationalmannschaftspause empfangen die Baskets am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr den Mitteldeutschen BC auf dem Hardtberg.

Bonn (Punkte/Dreier): Garrett (22/3), Cooks (18/3), Murphy (16/1), Comithier (14/2), Heckmann (13/2), Kessens (8), Finch (5), Reinhart (3/1), Jongkuch (3), Sadikovic; Rebounds: 31 (Murphy 7); Assists: 22 (Murphy 6); Ballverluste: 9; Trefferquote Feld: 60,3 % (38/63); Dreierquote: 41,4 % (12/29).

Vechta (Punkte/Dreier): Bamba (23/3), Brown (14/2), Kuhse (11/1), Pleiß (10/2), Verge (9), Pandi (8), Herkenhoff (4/1), van Slooten (2), Thiemann (2), Trettin; Rebounds: 29; Assists: 17; Ballverluste: 14; Trefferquote Feld: 53,3 % (32/60); Dreierquote: 37,5 % (9/24).