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Das Derby wartetDoppelbelastung ist kein Thema für die Baskets

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Die Baskets Melvin Jostmann (links) und Grayson Murphy müssen binnen 48 Stunden zweimal antreten.

Die Baskets Melvin Jostmann (links) und Grayson Murphy müssen binnen 48 Stunden zweimal antreten.

Nach dem Auftaktsieg warten zwei Begegnungen auf die Bonner – Dem Derby in Trier folgt das Heimspiel gegen den MBC

Nach dem gelungenen Saisonauftakt wartet nut eine Doppelspieltag auf die Telekom Baskets Bonn. Morgen treten sie am zweiten Spieltag der Basketball-Bundesliga um 18.30 Uhr im Derby bei den Gladiators Trier an, am Sonntag empfange sie um 15 Uhr den Mitteldeutschen BC.

Gladiators Trier – Telekom Baskets Bonn Das Derby hat seinen eigenen Status bei den Anhängern. Knapp zwei Stunden benötigen sie für 150 Kilometer lange Anreise – was in der Bundesliga durchaus reicht, um von einer Partie mit Lokalkolorit zu sprechen.

Der Auftakt gelang den Bonnern, als sie die Towers Hamburg mit 96:72 vom Parkett fegten. Bis auf einige Momente im ersten Viertel, in denen es Lücken beim Defensiv-Rebound gab, stand die Verteidigung sicher. Dass die Baskets den Druck über 40 Minuten aufrechthalten konnten, lag vor allem an der Art, wie Trainer Marko Stankovic wechselte. Nach fünf Minuten hatte er bereits alle Starter auf die Bank beordert, ohne dass die zweite Fünf den Faden verlor.

Die Defense ist das Prunkstück der Baskets, die in der vergangenen Saison zweimal gegen Trier den Kürzeren zogen. Im Pokal schieden sie nach einer schwachen Vorstellung mit 90:107 aus, im ersten Meisterschaftsspiel unterlagen sie an der Mosel mit 98:102, während zu Hause die Revanche gelang (102:77). Nun wollen die Baskets auswärts zwei Punkte entführen.

Dabei können sie vor allem auf ihren Neuzugang John-Michael Wright bauen, der gegen Hamburg 25 Punkte markierte und gleich sieben Dreier bei neun Versuchen verwandelte. Das ist ein Anhaltspunkt für eine ausgeglichene Offensive, denn auch Wright kam von der Bank. Auf seine ersten Punkte hofft Rückkehrer Leon Kratzer, der gegen die Towers leer ausging, nach seiner Verletzung aber auch nur zehn Minuten mitwirkte.

Die Gladiators sorgten im Vorjahr für Furore, der Aufsteiger war zu Saisonbeginn phasenweise Tabellenführer, qualifizierte sich als Achter für die Playoffs und schied im Viertelfinale aus.

Coach Jacques Schneider, der einst für die Baskets-Reserve in der Regionalliga spielte, verpasste gegen Anton Gavel den Titel „Trainer des Jahres“. Zum Auftakt unterlagen die Trierer bei den Löwen in Braunschweig mit 107:116. Um erneut oben mitzumischen, stehen die Gastgeber also schon ein wenig unter Druck.

Um auch im FIBA Europe Cup bestehen zu können, tätigte Trier einige hochkarätige Neuverpflichtungen. EJ Onu (Defensive Player of the Year) und Justin Simon gelten als exzellente Verteidiger, Eli Brooks und Moritz Krimmer kehrten nach Trier zurück. Hinzu kommen Bennet Hundt und Austin Crowley, um die sich die Bonner Verteidigung intensiv kümmern wird.

Telekom Baskets Bonn – Mitteldeutscher BC In Oldenburg begann die Spielzeit für den MBC mit einer 81:96-Pleite. Borisa Simanic, serbischer Vize-Weltmeister, ist der längste Neuzugang mit 2,11 Metern. Ihm gelangen 14 Punkte und fünf Rebounds – eine Aufgabe für Mike Kessens und Kratzer.

Der ehemalige Rhöndorfer Kostja Mushidi (2012 bis 2015) ging nach Sachsen-Anhalt, auch Gabriel de Oliveira spielte schon auf dem Menzenberg (2019 bis 2021). Außerdem schlossen sich die Aufbauspieler DeLonnie Hunt, Kris Clyburn und Vuk Radojicic, Sean Flood und Anthony Gaines den Gladiatoren an.

In der vergangenen Spielzeit trafen die beiden Teams am zweiten Spieltag aufeinander, der MBC behielt mit 84:77 die Oberhand. Im Rückspiel setzten sich die Baskets souverän mit 88:72 durch.

Auch in dieser Saison liegen die Ziele der beiden Mannschaft weit auseinander. Während die Bonner nach der Halbfinalteilnahme auf den nächsten Schritt hoffen, peilen die Weißenfelser den Klassenerhalt an. In der European North Basketball League wollen sie so weit wie möglich kommen.

Für die Baskets geht es in beiden Begegnungen vor allem darum, ihren Rhythmus zu finden. Die Doppelbelastung mit zwei Spielen in drei Tagen ist eher eine mentale als eine körperliche Herausforderung. Um so wichtiger, dass Stankovic erneut früh wechselt, um seinen Akteuren auch die nötigen Pausen zu verschaffen. Mit zwei Siegen kann sich Bonn sofort oben einnisten und sich entspannt auf das vierte Spiel gegen Würzburg vorbereiten.