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Telekom Baskets Berlins Co-Trainer Thomas Päch wird Chef in Bonn

Thomas Päch wird zum 1. Juli neuer Cheftrainer der Telekom Baskets.

Thomas Päch wird zum 1. Juli neuer Cheftrainer der Telekom Baskets.

Bonn – Das ist für die Telekom Baskets eine grundlegende Weichenstellung, die über die reine Neubesetzung eines Cheftrainerpostens hinausgeht: Die Bonner verpflichteten Thomas Päch, aktuell noch Co-Tainer beim achtfachen Meister Alba Berlin, als neuen Chefcoach. Er hat einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben mit einer beidseitigen Option auf ein drittes Jahr.

Chris O’Shea, der als Assistent Mitte Januar nach der Trennung von Predrag Krunic zum Headcoach befördert worden war, bleibt den Baskets erhalten: Der 37-Jährige rückt wieder ins zweite Glied – wie zu hören war zu deutlich verbesserten Konditionen – und wird Co-Trainer von Päch. O’Sheas neuer Vertrag läuft ebenfalls bis 2021.

Präsident Wiedlich spricht von Wunschkandidaten

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Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich sprach von Päch als dem „Wunschkandidaten“ des Vereins: „Wir waren uns in unserem Entscheidungsgremium einig gewesen, dass wir einen Neustart und einem jungen Trainer eine Chance geben wollen, der neue Impulse bringen und auch neue Wege gehen darf.“ Päch, mit 36 Jahren ein Jahr jünger als O’Shea, bedankte sich für das Vertrauen, das die Baskets ihm entgegenbringen: „Bonn ist ein hervorragender Basketball-Standort mit einer der besten Hallen Deutschlands und erstklassigen Trainingsbedingungen.“

Der in San Salvador geborene Päch wuchs in Berlin sowie zeitweise in den USA und Thailand auf. Schon 2005 war er bei Alba Berlin Assistenztrainer des jetzigen Bundestrainers Henrik Rödl bei Albas 2. Mannschaft in der Regionalliga. 2010 wechselte er mit Rödl zu TBB Trier. Fünf Jahre später kehrte er als Co-Trainer der Bundesligamannschaft nach Berlin zurück, im April 2017 rückte er für den geschassten Ahmet Caki vorübergehend zum Cheftrainer auf. Aktuell steht er an der Seite von Trainerlegende Aito Garcia Reneses (72) noch mit Berlin in den BBL-Finals gegen Titelverteidiger Bayern München. Die Serie startet am kommenden Sonntag um 18 Uhr in München.

Baskets-Sportmanager Michael Wichterich sprach gegenüber der Rundschau von Päch und O’Shea als „einem der stärksten jungen Trainerduos“ in der Bundesliga: „Das ist eine hervorragende Kombination.“ Päch habe in Berlin von den besten Trainern gelernt und sei jetzt hochmotiviert, erstmals die Verantwortung eines Chefcoaches zu übernehmen.

Der Sportmanager bescheinigte O’Shea, als Cheftrainer „einen sehr, sehr guten Job“ gemacht zu haben. „Man darf nicht vergessen, in welcher Situation wir waren, als er übernommen hat. Das hätte auch in einer Saison wie 2015/16 enden können. Das Gegenteil war der Fall“, so Wichterich.

Dass bei der Frage des künftigen Chefcoaches die Entscheidung dennoch gegen O’Shea gefallen sei, habe nichts mit seiner Person zu tun: „Er hatte schon gute Argumente für sich gesammelt, aber entscheidend für uns war, dass jemand von außen kommt, der das Ganze mit anderen Auge betrachten und neue Ideen einbringen kann.“

Eine der Hauptaufgaben von Päch sei es auch, „eine neue Verbindung zu schaffen zwischen Bundesliga und dem Rest des Vereins sowie dem Kooperationspartner Rhöndorf“. Da gelte es einige Dinge wieder mutiger anzugehen und auch über das Thema Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Teams zu reden. Wichterich: „Das ist für jemanden leichter, der von außen und aus einem System kommt, wo das gelebt wird.“