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„Brauchen bessere Impfstoffe“
Lauterbach weist auf Gefahr wiederholter Corona-Infektionen hin

Lesezeit 2 Minuten
Karl Lauterbach zeigt während einer Pressekonferenz mit dem Finger in Richtung Pressevertreter.

Karl Lauterbach fordert neue Impfstoffe, um die Gefahren von Long Covid einzudämmen. (Archivbild)

Karl Lauterbach sieht in wiederholten Covid-Infektionen eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Risiken von Long Covid würden dadurch ansteigen. Der Bundesgesundheitsminister fordert neue Impfstoffe.

Atemnot, Müdigkeit, Erschöpfung – Schätzungen zufolge leiden weltweit Millionen Menschen unter den Folgen ihrer Covid-Infektion. Bislang ist Long Covid noch nicht ausreichend erforscht, Therapiemöglichkeiten gibt es nur wenige.

Laut Karl Lauterbach seien vor allem mehrfach Corona-erkrankte Menschen gefährdet. Der Bundesgesundheitsminister fordert neue Impfstoffe.

Karl Lauterbach über Risiko von Long Covid bei mehreren Corona Infektionen

Auf Twitter teilte Lauterbach am Donnerstag (10.11.) die Ergebnisse einer US-Studie, die sich mit den Folgen mehrerer Covid-Infektionen auf Menschen auseinandergesetzt hat. „Wie gefährlich sind wiederholte Covid-Infektionen. Leider zeigt sich: mit jeder zusätzlichen Infektion steigt das Risiko von Langzeitschäden. Leider auch für Geimpfte“, kommentiert Lauterbach die Studie.

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Er fordert deshalb, weiter auf Impfstoffe zu setzen. „Auf die lange Sicht brauchen wir bessere Impfstoffe“, so der SPD-Politiker.

Studienergebnisse von US-Forschern weisen auf erhöhtes Risiko hin – unabhängig vom Impfstatus

Die von Lauterbach geteilten Studienergebnisse erschienen in der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift „Nature Medicine“. US-Forscher beschreiben darin die Ergebnisse ihrer Auswertungen. Demnach steigt das Risiko aufgrund einer Covid-Infektion ambulant behandelt zu werden oder gar an Covid-19 zu sterben mit jeder Reinfektion. Dies sei unabhängig vom Impfstatus zu beobachten gewesen.

Die Tests zeigen, dass eine Reinfektion auch das Risiko von unter anderem Lungen-, Diabetes-, Nieren- und psychischen Krankheiten in der postakuten Phase weiter erhöht. Die Wissenschaftler empfehlen, „die Strategien zur Reinfektionsprävention zu verbessern“.

Kinder und Jugendlich auch von Long Covid betroffen

Am Donnerstag veröffentlichte auch die TU Dresden Untersuchungsergebnisse zu Long Covid. Demnach treten langfristige Gesundheitsprobleme nach Covid-19 auch bei Kindern und Jugendlichen gehäuft auf. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung, die bereits im Oktober 2021 als ungeprüfte Vorabveröffentlichung erschien und nun nach fachlicher Prüfung in der Fachzeitschrift „PloS Medicine“ veröffentlicht wurde.

Das Team um den Gesundheitsforscher Martin Rößler nutzte dafür anonymisierte Krankenkassendaten, um die Häufigkeit Symptomen rund 157.000 an Covid-19 Erkrankten in den sechs Monaten nach der Infektion mit der Gesamtbevölkerung zu vergleichen.

Lauterbach gilt seit Beginn der Corona-Pandemie als Mahner vor den Auswirkungen und Gefahren von Long Covid – und musste für diese Haltung auch viel Kritik einstecken. Bereits Ende August warnte er davor, dass viele 20- bis 50-Jährige „im Herbst, bei steigenden Corona-Fallzahlen, eine Entzündung ihres Gehirngewebes als Folge von LongCovid erleben“, würden.

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