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Regimentsexerzieren im MaritimKöln Oberbürgermeister Torsten Burmester wird ein Roter Funk

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Im Maritim wurde OB Torsten Burmester ein Roter Funk.

Im Maritim wurde OB Torsten Burmester ein Roter Funk.

Bei der Vereidigung im Maritim bekam Stadtoberhaupt Torsten Burmester den Spitznamen „Packan“ verpasst.

Die Domstadt ist ein Ort, wo sich die Probleme ziemlich angehäuft haben. Das weiß auch Oberbürgermeister Torsten Burmester, der am Mittwochabend beim Regimentsexerzieren der Roten Funken als neues Mitglied vereidigt wurde und dabei seinen Spitznamen „Packan“ bekam. Wie er anpacken kann, das zeigten ihm die Mitglieder des zweiten Knubbels auf der Bühne.

Mit reichlich Kölsch entwickelten die Stadtsoldaten beim jecken Brainstorming ihre ganz eigenen Ideen. So könnte man den in Verruf geratenen Neumarkt zu einem Wellnesspark machen, mit Yogastationen für den herabschauenden Geißbock. Aus dem lautstarken Brüsseler Platz würden die Roten Funken ein nach dem Vorbild ihres Biwaks eingerichtetes Volkswohnzimmer machen, wo jeder seine Ecke bekommt.

„Bummel & Bütz-Ticket“ gegen KVB-Verspätung

Und Verspätungen bei der KVB könnte man mit dem „Bummel & Bütz-Ticket“ bekämpfen. Ab 20 Minuten Verspätung gibt es für die Fahrgäste ein Freikölsch und ein Bützchen vom Fahrer. Und die Stadt wäre sauberer, wenn die Funken die AWB übernehmen würden. Dann würde aus Orange Rut-Wiess und die Pänz könnten Müll gegen Kamelle tauschen.

Der Oberbürgermeister hörte sich die Vorschläge in seiner neuen Uniform der Stadtsoldaten interessiert vom Saal aus an und „enterte“ dann die Bühne, um mit den Funken die Details abzuklären. Etwa 98 Prozent der Vorschläge müssten noch abgeändert werden, gab Burmester dem zweiten Knubbel als Arbeitsauftrag mit auf den Weg, bevor er sich wieder in den Saal zurückzog, um auf seine Vereidigung zu warten.

Die erfolgte zum Finale des Abends mit insgesamt 13 Rekruten und Osmab-Chef Anton Mertens als Vizesprecher der Funkenförderer und Retter der „Kölner Lichter“. Dafür gab es den Spitznamen „Lööchtemann“. Beim OB gab es viel Lob vom Präsidenten der Roten Funken, Dirk Wissmann: „Torsten Burmester ist ein unkomplizierter Mensch, der viel bewegen will und der gut zuhören kann, wenn es um die Probleme seiner Bürger geht. Er hat es auch bewirkt, dass Köln bei der Olympiabewerbung zum Zugpferd wird. Daher bekommt er den Spitznamen „Packan“, wo auf Kölsch für einen Menschen steht, der viel im Leben bewegen will”, erklärt Wissmann, bevor er den Oberbürgermeister zum Obristen befördert. Ihre Mütze als Ehrenhauptmann der Reserve bekamen am Abend auch die beiden neuen Bürgermeisterinnen Teresa De Bellis-Olinger (CDU) und Maria Helmis-Arend (SPD) verliehen.

92-Jähriger Funk geehrt, Spenden für das Hövi-Land

Zu den besonderen Ehrungen des Abends gehört die von Oskar Hamacher (92), der seit 75 Jahren Mitglied beim ältesten Traditionskorps Kölns ist. Er gehörte zu den Gründern des Ülepooz-Fördervereins und hat im Lauf der Jahrzehnte verschiedene Aufgaben in der Gesellschaft übernommen. „Bis heute ist er sofort da, wenn Hilfe gebraucht wird“, freut sich der Präsident. Er bekam als Auszeichnung den ersten Abguss des „Müden Funken“, der am Stammquartier des Traditionskorps seinen Platz hat. Insgesamt wurde nur zehn Abgüsse angefertigt, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten an besonders verdiente Mitglieder verliehen werden.

Übergeben wurde am Abend auch die Kötterbüchse der Roten Funken. Nachdem im vergangenen Jahr für den Erhalt der Schull- un Veedelszöch Geld im jecken Treiben gesammelt wurde, läuft die diesjährige Spendenaktion für das Hövi-Land, das zur Heimat von vielen Kindern und Jugendlichen geworden ist, deren Familien sich einen teuren Urlaub nicht leisten können. Übergeben wurde die Sammelbüchse vom Vorsitzenden der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, Bernhard Conin, an Pfarrer Franz Meurer.