Das Glatteis wirbelte den Wochenanfang vieler Kölner durcheinander. Rund 200 Einsätze hatten Polizei und Feuerwehr zu bewältigen. Auch die KVB musste zahlreiche Ausfälle hinnehmen.
Glatteis-ChaosAuch KVB-Mitarbeiter kamen nicht zur Arbeit

Das Glatteis zum Wochenbeginn wurde für Kölner zur Herausforderung (Archivbild)
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Der Start in die Woche kann schöner sein: Dieser Montag war für viele beschwerlich. Viele Kölner kamen zu spät zur Arbeit, weil etwa die KVB nicht fuhr und die Kunden frierend auf den Gleisen warteten. Besonders auf den Linien 16 und 18 kam es zu Verspätungen. Auch einige Buslinien fuhren erneut nicht.
Glätte, Krankheitsausfälle und technische Defekte bei der KVB
Manche KVB-Fahrer kamen wegen der Glätte nicht pünktlich zur Arbeit, berichtete „Radio Köln“. Hinzu kamen die krankheitsbedingten Ausfälle bei der KVB, die schon lange anhalten (die Rundschau berichtete). Mit der Bahn ging es auch nicht richtig voran. Wegen eines defekten Signals im Bereich der Haltestelle Messe/Deutz war der Ablauf zwischen 9.30 und 11.30 Uhr stark beeinträchtigt. Züge fielen aus oder verspäteten sich. Die Störung war laut Bahn um kurz nach 9.30 Uhr aufgetreten. Betroffen waren unter anderem die Linien RE 1 und RE 5, sowie die S-Bahn-Linien S6, S11, S12 und S19.
Einige Bahnreisende beschwerten sich auf der Nachrichten-Plattform Twitter über spiegelglatte Bahnsteige. Die Stadt hatte eindringlich vor Glatteis auf den Straßen im Stadtgebiet gewarnt. „Es ist glatt draußen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, passt auf euch auf“, twitterte der die Stadt.
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Feuerwehr und Polizei im Einsatz
In der Nacht zu Montag hatte es durch einsetzenden Regen Blitzeis auf Straßen und Gehwegen gegeben. Das große Chaos blieb aus, aber der Rettungsdienst hatte besonders am Sonntagabend und in der Nacht dennoch reichlich Arbeit. Die Feuerwehr meldete rund 100 Einsätze wegen beispielsweise gestürzter Menschen. Die Polizei zählte alleine in der Nacht ebenfalls etwa 100 Einsätzen – für das Stadtgebiet und den Autobahnring. „Es blieb bei Blechschäden“, sagte ein Polizeisprecher.
Die AWB war schon früh unterwegs. Ab 4 Uhr waren rund 270 Mitarbeiter mit über 90 Fahrzeugen im Einsatz, um Straßen, Fußgängerwege und Haltestelle zu streuen. Schon am Sonntagabend waren erste Fahrzeuge unterwegs und sondierten die Lage.
Sportanlagen gesperrt
440 Hallen und Sportplätze gehören zur Infrastruktur der Stadt. Vorsorglich hatte sich die Verwaltung am Montagmorgen entschieden, alle Sportanlagen wegen der schwierigen Witterungsbedingungen zu sperren. Als Grund nannten die Verantwortlichen „Glatteisbildung und Frost in den Böden“. Hallensport soll schon am heutigen Dienstag wieder möglich sein.
Auch auf Kunstrasenplätzen wird das Training vielerorts wieder möglich sein. Vereine mit Tennenplätzen (Aschenbelag) werden wohl noch ein wenig länger auf das Training verzichten müssen, da es dauert, bis die Böden auch in den tieferen Schichten wieder aufgetaut sind.
645 Sportvereine gibt es in Köln, die unter dem Dach des Stadtsportbundes organisiert sind. In Vereinen treiben etwa 300 000 Menschen Sport. (tho)


