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Kölner AutobauerErste Einblicke in die neue Ford-Produktionshalle

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Für die Produktion des neuen Modells war die Umstrukturierung des kompletten Produktionsweges erforderlich.

Modernste Schweißroboter fügen die Unterboden-Konstruktion des neuen Ford zusammen. Aber auch hier wird es weiter Mitarbeiter geben.

Das neue E-Auto von Ford soll noch in diesem Jahr an den Start gehen. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Eine neue Fertigungshalle, eine geänderte Logistik und modernste Roboter-Technologie halten Einzug. In der Produktion sollen keine Stellen entfallen.

Nichts weniger als einen Neuanfang der altehrwürdigen Marke Ford soll die neue Fertigungshalle T2 auf dem Werksgelände symbolisieren. Zusammen mit der umgebauten Halle T1 bringt sie es auf rund 21 000 Quadratmeter – der Boden, auf dem sich das Schicksal des stolzen Autobauers in Europa erfüllen könnte. Der vollelektrische Crossover auf Basis des modularen E-Antriebs (MEB) von VW wird zuerst an den Start gehen, 2024 folgt ein weiteres Modell. Läuft alles nach Plan, wird Ford bis Ende 2029 rund 1,2 Millionen Einheiten absetzen.

Damit das klappt, hat man in der amerikanischen Konzernzentrale Geld in die Hand genommen. Rund zwei Milliarden US-Dollar werden in das Cologne Electrification Center gesteckt. In der neuen Halle T2 werden die Unterböden für die Karossen hergestellt, die ganz anderen Prämissen unterliegen als die bisherigen. Die neue Karosse ist deutlich größer und schwerer als die des seligen Fiesta, was einen kompletten Umbau der Fertigungsstraßen nötig machte.

Endmontage komplett in Köln

Angesichts der momentan im Raum stehenden Streichungen legt man bei Ford Wert auf die Feststellung, dass die neue Halle keine Jobs kosten wird: „Es wird auch weiterhin hier Mitarbeiter geben. Allerdings war auch vorher schon die Automatisierung sehr hoch. Von daher wird es da keine grundlegenden Änderungen geben“, sagt Firmensprecher Marko Belser.

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Die Roboter werden nicht nur schweißen, sondern auch kleben. Ein Verfahren, das sich in der Produktion immer mehr durchsetzt und den Karossen vor allem einen besseren Rostschutz geben soll. Die komplette Endmontage erfolgt wie beim Fiesta in Köln. Die einzelnen Karosserie-Teile müssen mittels einer aufwändigen Brückenkonstruktion bis zur Lackierung zusammengeführt werden, deren gesamte Logistik ebenfalls umgestaltet werden muss.

Der neue Ford als Kompakt-SUV

Der neue Ford wird als Kompakt-SUV eingestuft, in der Größe etwa vergleichbar mit dem Kuga. Die klimatisierte Lithium-Ionen-Batterie sitzt im Fahrzeugboden. Je nach Antrieb sollten nach bisherigen Erfahrungen mit den „Schwestermodellen“ aus Wolfsburg Reichweiten zwischen 320 und 520 Kilometern realistisch sein. Bis zum Jahr 2030, so Fords erklärtes Ziel, soll die gesamte Fahrzeugflotte auf elektrische Antriebe umgestellt werden.

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