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Kölner KarnevalKölner Bands nennen festen Termin für Buchungen für die Session 2028

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Bands wie Brings gehören zu den gefragtesten im Kölner Karneval.

Kleinere Gesellschaften sollen dieses Mal keine Nachteile haben.

Das sorgte mitten in den Sommerferien für großen Ärger, vor allem bei den kleineren Karnevalsgesellschaften: Weil die großen Gesellschaften beim Literatenstammtisch in diesem Jahr Absprachen getroffen hatten, von denen viele kleine Gesellschaften nichts mitbekommen hatten, müssen diese nun in der Session 2026/2027 möglicherweise auf Auftritte von bekannten Karnevalskünstlern bei ihren Veranstaltungen verzichten. Die Buchung für die übernächste Session, die traditionell im September stattfindet, wurde kurzerhand auf den Juli vorverlegt.

Damit das 2028 nicht passiert, haben sich mehrere kölsche Bands zusammengeschlossen, und garantieren allen Gesellschaften und Vereinen einen festen Termin für die Buchungen für die übernächste Session. „Mit ,Wir buchen 2028' setzen Künstlerinnen und Künstler bewusst ein Zeichen für Zusammenhalt, Verantwortung, Vertrauen und Konstruktivität“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Anfragen bis zum 1. September 2026 möglich

Unterzeichnet ist sie von insgesamt zehn Top-Bands des Karneval: Bläck Fööss, Brings, Cat Ballou, Domstürmer, Höhner, Kasalla, Klüngelköpp, Miljö, Paveier und Räuber, als „konstruktiver und solidarischer Schulterschluss“. Die Initiative sei gestartet worden, „um Abläufe neu zu denken, zu ordnen, das Vertrauen wieder zu stärken und Planungssicherheit zu ermöglichen“, heißt es weiter. Keine Gesellschaft solle hintenüberfallen.

Der Wunsch sei, dass die Buchungen des Dreigestirns und der Redner bereits vorab erfolgen, damit feste Musikzeiten vor der Anfrage an die Bands feststehen. Der Einsendeschluss für die Anfragen wird auf den 1. September 2026 festgelegt. Rückmeldungen soll es nicht vor dem 17. September geben. „Dieses Vorgehen versteht sich als gelebtes Vorbild dessen, was den kölschen Karneval im Innersten ausmacht: ein friedvolles Miteinander, Fairness, Verlässlichkeit und der Wille, gemeinsam passende und zeitgemäße Lösungen zu finden“, heißt es in der Erklärung der Bands.

Für die kommende Session 2027 ist bei den Buchungen allerdings nicht mehr viel zumachen – ohnehin wird es eine sehr kurze Session. Rosenmontag wird bereits am 8. Februar 2027 gefeiert. (hes)