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Jeder Fünfte stirbt vorherRente mit 69 ist für viele unerreichbar

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Rentnerin

Symbolbild

Berlin – Bis zum Jahr 2031 steigt das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre. Zahlen der Bundesregierung zeigen jetzt: 17 Prozent der Menschen sterben vorher. Rufe nach einer weiteren Anhebung seien deswegen „unsozial“, kritisiert die Linkspartei.

Im Jahr 2019 erreichten 17 Prozent aller Verstorbenen das 67. Lebensjahr nicht. 14,4 Prozent starben sogar vor dem 65. Lebensjahr. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Würde das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre angehoben, wie es mehrere Wirtschaftsinstitute vorschlagen, würden nach heutigem Stand noch deutlich mehr Menschen die Rente nicht erreichen. 2019 waren 19,8 Prozent aller Verstorbenen jünger als 69 Jahre, also knapp jeder fünfte.

Zwar nimmt die Lebenserwartung zu, allerdings stagniert die Erwartung an gesunden Lebensjahren. Die Lebensspanne „mit guter Gesundheit“ liegt für 2019 geborene Frauen bei 67,1 Jahren. Wer drei Jahre zuvor zur Welt kam, kann laut Statistischem Bundesamt mit 67,5 gesunden Lebensjahren rechnen. Bei den Männern stieg die Lebenserwartung von Jahrgang 2015 bis 2018 um vier Monate auf 78,6 Jahre an, während sich die Erwartung gesunder Lebensjahre nur um 0,1 Jahr auf 65,4 Jahre zum Besseren veränderte.

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„Je höher das Rentenalter, desto weniger Menschen können jemals in den Genuss ihrer Rente kommen“, sagt Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. Da Menschen mit geringem Einkommen kürzer lebten, bedeute eine Anhebung „eine Verteilung von unten nach oben“. Wer ein höheres Rentenalter mit der steigenden Lebenserwartung begründe, verschweige zudem „die Hälfte der Wahrheit“. Denn die Erwartung gesunder Lebensjahre stagniere.