Anordnung vom ChefKuriose E-Mail: Mitarbeitende sollen wegen Scholz-Besuch im Homeoffice bleiben

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) grinst bei einer Pressekonferenz in Brüssel in die Kamera.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will mehrere Behörden und Betriebe in Niedersachsen besuchen – die Mitarbeiternden der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sollen den Besuch aber lieber aus dem Homeoffice verfolgen.

Bundeskanzler Olaf Scholz will mehrere Unternehmen besuchen. Ein Chef bittet seine Mitarbeiter, lieber im Homeoffice zu bleiben.

Eine kuriose E-Mail eines Behördenleiters im Zusammenhang mit einem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sorgt derzeit für Wirbel. Scholz, der am Donnerstag mehrere Unternehmen und Betriebe in Niedersachsen besuchen will, plant auch einen Aufenthalt bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Deren Chef will allerdings, dass seine Mitarbeitenden den Kanzler-Besuch möglichst aus dem Homeoffice verfolgen.

Die Mitarbeitenden sollen „die Dienststelle nicht betreten“ und besser im Homeoffice bleiben, heißt es in einer Mail von BGR-Präsident Ralph Watzel, aus der die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ zitiert. „Wer es nicht anderes einrichten kann und in die Dienststelle kommen muss, der möge doch bitte die Schuhe zubinden und das Hemd bügeln“, wird Watzel weiter zitiert.

Olaf Scholz besucht Behörde – Chef bittet Mitarbeitende, im Homeoffice zu bleiben

Ein Sprecher der BGR hat der „HAZ“ die Echtheit der Mail bestätigt. Es gebe auch keinen Grund, etwas an der Bitte an die Mitarbeitenden zu ändern, wird der Sprecher weiter zitiert.

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Scholz wird am Donnerstag in der Bundesbehörde erwartet, der Besuch ist Teil einer Reise durch Niedersachsen. So wird der Bundeskanzler zunächst in Wolfsburg gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und seiner Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) das VW-Werk besuchen.

Olaf Scholz in Niedersachsen: Besuch bei VW geplant

Anschließend geht es für die Delegation nach Hannover zur Bäckerei Künne. Deren Inhaberin hatte während des starken Anstiegs von Strom- und Gaspreisen mit der Aktion „Alarmstufe Brot“ auf die prekäre Situation der Bäckereien im Land aufmerksam gemacht.

Die BGR setzt sich unter anderem mit der Nutzung der in Deutschland verfügbaren Energieressourcen und Rohstoffe auseinander. Sie ist offiziell dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz von Robert Habeck (Grüne) unterstellt und berät die Bundesregierung in Entscheidungen. (shh)

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