KERPEN. Wenn es brennt, muss die Feuerwehr schnell wissen, wo der nächste geeignete Hydrant liegt. Bisher arbeiteten die Wehrleute mit Leitungsplänen aus Papier, jetzt können sie noch schneller herausfinden, wo die nächsten Hydranten liegen und ob die zugehörige Leitung auch groß genug ist, um bei einem Brand genügend Wasser liefern zu können.
RWE Net hat jetzt der Stadt Kerpen zwei CD-ROMs überlassen, auf der alle Lagepläne und Informationen zur Wasserversorgung der Städte Kerpen, Bergheim und Bedburg sowie der Gemeinde Elsdorf zu finden sind. Außerdem hat RWE Net in der Leitstelle der Feuerwehr kostenlos einen Arbeitsplatz mit der zugehörigen Software eingerichtet. Jetzt können die Wehrleute die Lagepläne ruckzuck ausdrucken und im Einsatz verwenden. Von den digitalen Lageplänen sollen auch die anderen Kommunen im Kreis profitieren.
In der Regel wussten wir bisher immer, wo die Hydranten liegen, aber nicht in jedem Fall, sagte Wolfgang Graß, der Leiter der Kerpener Feuerwehr. Als Beispiel nannte er einen Unfall auf der Autobahn A 61, bei dem vor einigen Jahren Lastwagen in Brand geraten waren.
Auf der Autobahn gibt es keine Wasserversorgung, da muss man dann entweder einen Pendelverkehr einrichten oder den nächsten Hydranten suchen, so Graß. Damals haben wir die Pläne für jeden Kilometer per Hand gezeichnet, jetzt haben wir einen sehr schnellen Zugriff.
Allein die Stadt Kerpen hat rund 2000 Hydranten. Diese werden im Winter gewartet - auch zu Übungszwecken, damit die Wehrleute wissen, wo die Hydranten liegen. Bei Brandschauen in Betrieben können die Wehrleute jetzt schon vorab die Löschwasserversorgung prüfen.
In Notfällen muss alles sofort funktionieren, sagt Adolf Schweer, Leiter des RWE-Net-Regionalzentrums Westliches Rheinland. Jetzt muss man keine Papierstapel mehr wälzen, sondern nur noch die Straße eingeben. Mit der Installation der Software verbessern wir unseren Service.