Alles für eine bunt-schillernde jecke Zeit gab es bei der 20. Karnevalsbörse in Bornheim-Hersel: Die bunten Kostüme lockten viele Besucher.
Alles für die jecke Zeit20. Karnevalsbörse lockt Hunderte Besucher nach Bornheim

Einen festen Platz im Kalender vieler Jecken hat mittlerweile die Karnevalsbörse in Hersel. Ausgefallene Kostüme hatten Monika, Andrea und Mandy (v.l.) aus Köln mitgebracht.
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„Hier bei uns in der Rheinhalle auf der Karnevalsbörse, da trifft man sich gerne“, meinte Jürgen Morche, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins.
Nicht nur der Vorsitzende des Alfterer Heimatvereins, Georg Melchior, oder der Ehrenvorsitzende der Kultur- und Karnevalsgesellschaft Bönnsche Chinese, Werner Knauf, ließen sich bei der mittlerweile 20. Karnevalsbörse blicken, sondern auch viele Hunderte Fastelovendsfründinnen und -fründe, die sich mit bunten Kostümen, ausgefallenen Accessoires, Orden oder schönen Dekoartikeln für die bevorstehenden tollen Tage eindecken wollten, konnten aus dem Vollen schöpfen. Schon kurz vor Öffnung der Halle standen die Besucher Schlange.
Bunte Kostüme und ausgefallene Accessoires
Lustige Playmobilfiguren, Püppchen in typischer Schwarzwaldtracht, bunte Blümchen, Tanzmariechen oder natürlich den Dom – all dies brachten Doris und Wolfgang aus Bliesheim auf ihren ausgefallenen Hüten unter: „Jeder dieser Hüte ist ein Unikat“, betonte Doris Hilger. Das Ehepaar, das in diesem Jahr übrigens seine goldene Hochzeit feiert, war zum ersten Mal in der Rheinhalle dabei und begeistert von dem interessierten Publikum.
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Doris Hilger aus Bliesheim mit ihren Hut-Kreationen.
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Schon öfter dabei waren die „Spaßvögel“, ein lustiger Karnevalsverein aus Walberberg, den es seit 1987 gibt. Seitdem geht die bunt gemischte Gruppe aus Frauen, Männern und Kindern jedes Jahr im örtlichen Rosenmontagszug als Gruppe mit.
Bunt und schillernd waren auch die Kostüme, die Jennifer Stotzem und ihre Mutter Helene Keldenich in Hersel präsentierten: „Colonia Tropical“. Unter diesem Motto zogen sie 2025 durch Walberberg, Die farbenfrohen Outfits mit den bunten Hüten, verziert mit exotischen Früchten, waren nicht nur ein Hingucker, sondern ließen sich auch gut verkaufen: „Es lohnt sich, hierherzukommen“, sagte Jennifer Stotzem, „wir haben sogar Stammkunden, die jedes Jahr wieder bei uns Kostüme kaufen.“

Jennifer Stotzem (links) und ihre Mutter Helene Keldenich präsentierten die Kostüme, mit denen der Karnevalsverein Spaßvögel 2025 durch Walberberg gezogen war.
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Zum ersten Mal dabei waren Steffi Knappert mit ihrer Frau Isabelle Knappert und Steffi Knapperts Mutter Elke aus Alfter. Sie sind die „Bömmelsche“, eine ganz besondere Kreativwerkstatt. Steffi Knoppert stellt mit Lasertechnik ausgefallene Dekoartikel aus Holz und Gips her.
Hersel-Uedorfer Dreigestirn besucht die Karnevalsbörse
Nachdem es für die Birrekovener mit weihnachtlichen Motiven gut lief, haben sie sich nun karnevalistische Darstellungen ausgedacht mit vielen typisch kölschen Motiven. Da zieht ein Traktor einen Karnevalswagen mit dem Spruch „Alaaf“ und einer Narrenkappe, den Dom gab es natürlich in zig Variationen und auch der Geißbock des 1. FC Kölle durfte nicht fehlen: „Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren“, schilderte Steffi Knappert.

Das amtierende Hersel-Uedorfer Dreigestirn zeigte sich begeistert über die rappelvolle Halle.
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Seine Aufwartung, sogar im vollen Ornat, machte auch das amtierende Hersel-Uedorfer Dreigestirn. Prinz Ütt I. zeigte sich begeistert, als er von der Bühne auf die rappelvolle Halle blickte: „Was für ein wunderbarer bunter Haufen.“
Fasziniert war auch Bauer Günni, der dem Förderverein Rheinhalle und dem Tambourcorps Germania Hersel für die Veranstaltung dankte: „Toll, wie ihr unser Wohnzimmer nutzt. Viel Spaß allen beim Stöbern“. Und Jungfrau Conny wünschte sich, dass die vielen Besucher genauso fleißig auch die Sitzungen und den Karnevalszug besuchen werden.

Organisiert hat die Karnevalsbörse Margit Günther.
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Margit Günther, Vorsitzende des Tambourcorps Germania Hersel, hatte die Börse wie jedes Jahr organisiert und freute sich über das gewohnt ausgebuchte Haus mit mehr als 40 Ausstellern. Längst hat sich die Herseler Karnevalsbörse einen Namen über die Grenzen Bornheims hinaus gemacht, sogar Jecke aus Köln und Bonn decken sich dort ein.
Kein Wunder, denn laut Margit Günther ist dies die größte Börse dieser Art in der Region. Bereits jetzt liegen Anfragen für 2027 vor, viele Interessenten konnten in diesem Jahr nicht mehr untergebracht werden.
