Das jahrzehntelange kommunalpolitische Engagement des Meckenheimers Rolf Bausch wurde jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt. Die Feier fand im Ratssaal seiner Heimatstadt statt.
Ehrung in MeckenheimVerdienstkreuz für Rolf Bausch

Landrat Sebastian Schuster (l.) überreichte das Bundesverdienstkreuz am Bande an Rolf Bausch, Holger Jung gratulierte.
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Er hatte eine gerahmte Fotografie aus dem Jahr 1984 mitgebracht, ein Schwarzweißfoto des damaligen Meckenheimer Stadtrates, aufgenommen im Rathaus-Provisorium an der Hauptstraße. „Ganz schön lange her“, schmunzelte Rolf Bausch mit einem Blick auf Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer, die auch abgebildet ist. Das jahrzehntelange politische und ehrenamtliche Engagement des Meckenheimers Rolf Bausch wurde gestern mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt, verliehen von Bauschs Duz- und Parteifreund Landrat Sebastian Schuster im „Schmuckkästchen“ der Stadt, dem Ratssaal. Der war dem Anlass entsprechend sehr schön dekoriert.
Mit seiner Wahl in den Rat seiner Heimatstadt begann für Rolf Bausch die kommunalpolitische Laufbahn. 15 Jahre lang prägte er die Entwicklung der Stadt mit, unter anderem als Vize-Vorsitzender der CDU-Fraktion. Durchaus auch unruhige Zeiten hatte er im Rat miterlebt, es sei die Abwahl der Bürgermeisterin erwähnt. Schuster würdigte Bausch als einen „Praktiker mit dem Ohr am Bürger“. 1994 übernahm Bausch ein Kreistagsmandat und „engagierte sich dort über 20 Jahre mit inhaltlicher Tiefe“, so Schuster. 15 Jahre lang war der Meckenheimer, der just vor zwei Wochen seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, Vize-Landrat, ebenso lange Sprecher der Landkreise im Erftverband.
Es war nicht nur das Amt, das ihn legitimierte, sondern auch seine Person.
„Es war nicht nur das Amt, das ihn legitimierte, sondern auch seine Person.“ Stets habe Bausch auch darauf gepocht, dass das Bonn-Berlin-Gesetz eingehalten werde. Nach seinem Ausscheiden aus der Kommunalpolitik im Jahr 2014 stellte Bausch seine Kraft in den Dienst des VdK, auch als stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes. Schuster: „Er hat sich nicht nur um Gedenken bemüht, sondern auch dafür gesorgt, dass die Erinnerungskultur wach bleibt.“ „Wenn wir auf das Lebenswerk von Rolf Bausch blicken, dann schauen wir auf ein jahrzehntelanges, ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement – ein Zeitraum, in dem sich die Welt verändert hat, doch eines bleibt konstant: sein Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger seiner Heimatstadt Meckenheim, des Rhein-Sieg-Kreises und darüber hinaus“, so der Landrat.
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Für den Geehrten gab es Buchgeschenke, Gattin Ingrid bekam vom schmunzelnden Landrat ein Handbuch mit Empfehlungen, wie das Verdienstkreuz getragen werden kann. Bei all dem ehrenamtlichen Engagement gehöre „immer eine Frau dazu, die einen auch lässt, es frisst alles Zeit“, würdigte Bürgermeister Holger Jung Bauschs Gattin. Ihr galten auch berührende Dankesworte des Geehrten selbst: „Ich würde Dir gerne das halbe Verdienstkreuz anheften, denn ohne Deinen Rückhalt wäre das alles bei drei Kindern nicht machbar gewesen.“Zur Feier war denn auch fast die ganze Familie gekommen, ebenso wie Weggefährten, Tennis-Kameraden und ehemalige Kollegen. Gefreut hat sich Bausch auch über den Besuch von Dr. Torsten Bieber, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag.
Der Orden
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute mehr als 260.000 Mal. Den Verdienstorden gibt es in acht Stufen.