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Rührende SzenenTolle Stimmung und einige Tränen bei Prunksitzung in Reichshof-Denklingen

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Die Denklinger Burggarde bei ihrem Auftritt im Festzelt.

Spitzenpersonal: Die Denklinger Burggarde brachte Action auf die Bühne.

Kasalla und der Tuppes begeisterten in Reichshof-Denklingen. Präsident Hansi Welter verkündet seinen Rückzug von der Spitze des Vereins.

1000 Jecke haben am Samstag im Denklinger Festzelt ausgelassen Karneval gefeiert und eine grandiose Prunksitzung erlebt. Am Ende flossen sogar einige Tränen, denn neben zwei Mariechen beendete auch Kommandant Manuel „Calli“ Holschbach seine Karriere. Und es gab noch eine Überraschung: Hansi Welter, das „Gesicht“ der KG, erklärte, dass er zum Ende dieser Session sein Amt als Präsident niederlegen wird.

Jörg Runge als „Tuppes vum Land“ begeisterte mit seiner Büttenrede

Zu Beginn der Sitzung hatte die Kölner Formation Kasalla das Festzelt nach dem Einmarsch von Elferrat und Prinz Stefan III. und seiner Prinzessin Jessica in Feierlaune gebracht. „Stadt mit K“ war nur einer der Hits, mit denen die Musiker begeisterten. Ruhiger, aber dafür nicht minder unterhaltsam wurde es bei Büttenredner „Lieselotte Lotterlappen“ alias Joachim Jung, der sich freute, dass Kasalla das Publikum so gut in Stimmung gebracht hatte.

Als König der gereimten Büttenrede trat der Engelskirchener Jörg Runge als „Dä Tuppes vum Land“ auf die Bühne. Mit Anekdoten, in denen das Publikum begeistert das offensichtlich fehlende Reimwort ergänzte, hatte er die Lacher auf seiner Seite. Am Ende verkündete er: „Und sollt ich im Leben ein Mädel mal freien, dann müsst' es in Denklingen geboren sein.“

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Umrahmt von den Bands „Stadtrand“ und „Swinging Funfares“ zeigten die „Pänz von der Burg“ tolle Tänze, bevor beim Auftritt der Räuber der Zeltboden in Denklingen bebte. „Kempes Feinest“ und „Boore“ knüpften an diese Stimmung an, bevor die große Prunksitzung mit dem Auftritt der Denklinger Burggarde ihren absoluten Höhepunkt erreichte.

Präsident Hansi Welter hatte im Jahr 1999 in Denklingen begonnen

Im Rahmen der Aufführung bekundete Kommandant „Calli“, dass er die Führungsrolle abgeben werde. Nachdem er 2009 als aktiver Tänzer in die Garde eingetreten war, hatte er die Truppe in den letzten elf Jahren angeführt. In die Tränen hinein, die bei Tänzern und Zuschauern flossen, erklärte auch Präsident Welter seinen Rücktritt. Begonnen hatte er in der Session 1999/2000 im Hofstaat von Ralf I. und Prinzessin Conny, dem ersten Denklinger Prinzenpaar. Schon bald engagierte er sich im Vorstand und trat vor 18 Jahren die Nachfolge von Wolfgang Köckerling an.

„Hansi hat den Verein in den letzten 20 Jahren maßgeblich geprägt“, so Vorsitzender Dennis Spexard. Verabschiedet wurde der Präsident mit „Unser Stammbaum“ der Bläck Fööss. „Es ist das schönste, was einem passieren kann, wenn beim Abschied die Hymne für Toleranz im Karneval gespielt wird“, sagte Welter.

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