Leverkusen – Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) weitet ihr Engagement in erneuerbare Energien aus und beteiligt sich zukünftig mit einer Einlage in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro an der Trianel Erneuerbare Energien (TEE). Das hat der Rat der Stadt Leverkusen am Montag einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen.
Über die TEE will die EVL in den kommenden Jahren deutschlandweit in ertragreiche Windparks auf dem Land und Photovoltaik-Freiflächenanlagen investieren. Dadurch soll die Wirtschaftlichkeit der EVL gesteigert und die öffentliche Energieversorgung gestärkt werden, heißt es in der Begründung des Antrags. Investitionen in beiden Bereichen seien weitgehend durch garantierte Vergütungen des Erneuerbare Energien Gesetzes von 2014 abgesichert.
500 Millionen Euro Investitionen
An der im August 2015 gegründeten TEE sind neben der EVL 39 weitere Stadtwerke und regionale Energieversorger beteiligt. Bis 2018 planen die Gesellschafter des Stadtwerke-Verbunds Investitionen im Wert von 500 Millionen Euro in den Ausbau von erneuerbaren Energien. Die TEE will Windparks und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 275 Megawatt aufbauen. Dazu plant sie, Bestandsprojekte zu übernehmen und völlig neue Standorte zu entwickeln.
„Wie groß ist das Risiko?“, fragte FDP-Ratsfrau Monika Ballin-Meyer-Ahrens bei der Aussprache zum Antrag. Sie mag dabei an das Fiasko bei der 1,37-prozentigen EVL-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk in Hamm gedacht haben. 23 Stadtwerke hatten sich 2007 insgesamt 23 Prozent Anteile an dem Gemeinschaftskraftwerk von RWE gesichert, auch die EVL machte mit. Das Ergebnis bei der letzten Abrechnung 2015: 27 Millionen Euro Verlust.
Kämmerer Frank Stein verwies daraufhin auf die bestehende Gesetzeslage und die damit verbundenen Garantien bei Investitionen in erneuerbare Energien. „Diese Thematik ist in den Vorberatungen im Detail besprochen worden“, sagte er. (mbc, hge)
