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Tourauftakt Brings bringen Sülztalhalle in Kürten zum Beben

Brings

Warm-up für das große Jubiläumskonzert in der Lanxess Arena: Brings geben ihren Tourauftakt in Kürten.

Kürten – Vom Niederrhein sind sie gekommen, aus Köln, dem Oberbergischen und natürlich aus Kürten. Voller Spannung stehen sie kurz nach 20 Uhr im Dunkel der Sülztalhalle in Kürten. Gut 1300 Brings-Fans wollen beim Tourneeauftakt der Kölner Kult-Combo dabei sein. Dass der am Samstagabend gerade im Sülztal stattfindet, freut vor allem die Veranstalter vom Kürtener Sportverein Rot-Weiß Olpe. Der Deal: Die Einnahmen aus dem Catering fließen direkt in die Vereinskasse.

Nur das Licht aus dem Foyer scheint zu Beginn noch blass in die Halle und lässt erahnen, welche gigantische Bühne da aufgebaut worden ist. Das Stahlgerüst ragt bis kurz unter die Decke, auf beiden Seiten ausstaffiert mit meterhohen Lautsprechertürmen. Aus denen dringt zu Beginn nur der Klang eines Streichorchesters durch das Dunkel. Schwer und tragend, als wolle die Musik etwas ganz Großes ankündigen.

Fünf mit Stirnlampe

Dann ein paar Lichtstrahlen. Fünf Leute haben sich Stirnlampen umgezogen und wandeln durch das Publikum. „Das sind sie doch“, raunt eine Frau. Klar, das sind Peter und Stefan Brings, Christian Blüm, Kai Engel und Harry Alfter, die da durch die Reihen der Gäste nach vorne kommen. Auf dem Weg durch den Backstagebereich bekommen sie von den Roadies ihre Instrumente in die Hand gedrückt, die paar Stufen auf die Bühne nehmen sie im Sprung.

Alles zum Thema Lanxess Arena

Sie sind heiß auf diesen Auftritt. „Wir haben die ganzen Osterferien im Proberaum verbracht“, erklärt Peter Brings später. Doch erst einmal gibt es das, wofür eine Band wie Brings lebt: Das Schlagzeug donnert los, gewaltige Scheinwerfer strahlen ihr gleißendes Licht auf die Musiker, schon an den ersten Gitarrenriffs erkennen die ersten 20 Reihen sofort den Song: „Dat is geil“.
Mit dem Titelsong des Albums aus 2011 starten Brings ihre Tournee. Nur zwei Mal klatscht Peter Brings in Richtung Publikum, schon reißen Hunderte ihre Arme in die Höhe und klatschen im Takt.

Mit karierten Hüten und textsicher

Die Stimmung ist vom ersten Takt an ganz oben. Viele der für die Brings typischen karierten Hüte sind im Publikum zu sehen, die Texte kennt fast jeder hier auswendig. Doch Peter Brings ist ein alter Hase auf der Bühne, er weiß: Hier geht noch mehr. Nach ein paar Songs erzählt er von einer fantastischen Karnevalssession, die die Band erlebt habe. Und von der „legendären Mädchensitzung“, für die Kürten bekannt sei.

Jetzt wird es Zeit für den Knaller, mit dem Brings durch die Session gerockt sind: „Jeck Yeah“ antwortet die Masse auf Peter Brings Gesang. „Ich hüür’ nix“, fordert er noch mehr Volumen. Noch einmal: „Jeck Yeah!“ Die Sülztalhalle bebt. Mit einem Schlag ist die Musik aus, nur Blüm gibt am Schlagzeug noch den Takt vor. Jetzt singt die ganze Halle wie aus einer Kehle den Refrain „Denn mir sin all, all, all nur Minsche – et Hätz om reche Fleck“. Brings sind eine Live-Band und das wird auch in Kürten klar. Die Setlist ist voll mit Stücken, die wie gemacht sind für eine Live-Performance. Zum Hit „Poppe, Kaate, Danze“ erscheinen die hier allen bekannten Skelett-Figuren auf der Videoleinwand und natürlich haben zum großen Finale hier alle eine „Superjeile Zick“.

Der Überraschungshit aus dem Jahr 2000, der eigentlich nur als Geburtstagsständchen für das zehnte Bandjubiläum gedacht war, elektrisiert immer noch die Massen. In Kürten und wahrscheinlich auch an den anderen Orten ihrer jetzt gestarteten Tournee. Die bringt sie in Metropolen wie Hamburg (23. April) aber auch in idyllische Randlagen wie Niederzier (20. Mai) und Lörrach (11. Juni). Und da es ihr 25. Live-Jahr ist, steigt am 4. Juni das große Jubiläumskonzert in der Lanxess-Arena. Das ist so gut wie ausverkauft.

Das erste Brings-Mitsingkonzert „Singsulautdukanns“ im Brauhaus „Gaffel am Bock“ in Bergisch gladbach (17. September) ist es schon. Daher gibt es ein Zusatzkonzert am 18. September – für alle, die ihre Textfestigkeit vor der nächsten Session noch ein bisschen trainieren möchten.