SchwertransportDiese Straßen sind am Wochenende in Pulheim und Bergheim gesperrt

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Das Bild zeigt das RWE-Kraftwerk Niederaußem

Ein Schwertransport rollt am Wochenende durch Pulheim bis an Kraftwerk Niederaußem.

Ein 95 Meter langer Schwertransport zieht am Wochenende durch Pulheim bis zum Kraftwerk nach Bergheim-Niederaußem.

Rund 350 Tonnen Stahl und Kupfer sind seit Tagen auf dem Weg nach Bergheim. Am Mittwoch, 12. April, machte sich ein Schwertransport vom stillgelegten Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren auf den Weg ins rund 200 Kilometer entfernte RWE-Braunkohlekraftwerk Niederaußem. Seine Fracht ist ein Großgenerator, der im Kraftwerk Ibbenbüren seit 2005 im Einsatz war und nach Abschaltung der Anlage Anfang Juli 2021 nicht mehr benötigt wurde.

Der Generator ist 350 Tonnen schwer

Der Generator ist rund 350 Tonnen schwer, der Durchmesser beträgt vier Meter und seine Länge neun Meter. Am Standort Niederaußem wird der 600-Megawatt-Generator als strategisches Ersatzteil eingelagert, um im Notfall einen der dortigen Generatoren zu ersetzten.

Damit würden laut RWE, Ausfallzeiten „enorm reduziert und die Sicherheit der Stromversorgung aus Braunkohle verbessert“. Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Konvoi das Kraftwerk Ibbenbüren verlassen. Das Bauteil liegt auf einer 20-achsigen fahrbaren Plattform.

Der zehn Stundenkilometer schnelle Schwertransport wird durchweg von Polizeifahrzeugen begleitet. Ab Kraftwerk Ibbenbüren rollte der sogenannte Selbstfahrer über öffentliche Straßen bis zu einem Verladepunkt am Mittellandkanal bei Uffeln. Auf dem Wasserweg ging es Donnerstagabend vor einer Woche weiter, bis der Transport am Mittwoch an der Nato-Rampe bei Köln-Langel wieder auf das Festland übersetzte. Nach einer Umbauphase erfolgt der Weitertransport mit einem Brückengestell auf 32 Achsen und einer Gesamtlänge von fast 95 Metern über Landstraßen in Richtung Kraftwerk Niederaußem in zwei Etappen.

Im Schritttempo in Richtung RWE-Kraftwerk

Der Schwertransport ist ab Freitag 22 Uhr, bis Sonntag, 23. April, bis circa 23 Uhr, im Pulheimer Stadtgebiet unterwegs. Da es länger dauert, bis der sechs Meter breite und 740 Tonnen schwere Transport den Randkanal passiert hat, parkt er am Samstag, auf der L  183. Die bleibt zwischen den Kreiseln Roggendorfer Straße und L93/Stommelner Straße gesperrt. Eine Umleitung wird laut Stadt über die Roggendorfer Straße und die Stommelner Straße eingerichtet. Auch das Passieren der Unterführung Am Trappenkreuz wird wohl länger dauern.

Ziel ist der Revisionsplatz im Schatten des Kraftwerks Niederaußem

Folglich ist die L93  zwischen der Einmündung der Hahnenstraße und der Kreuzung Venloer Straße am Sonntag gesperrt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Stommeln wird über Venloer Straße, Nettegasse und Hahnenstraße umgeleitet, der Verkehr in Richtung Pulheim über die L183, Pulheimer Straße, die Worringer Straße, Auf dem Driesch, Farehamstraße, Rathausstraße, Steinstraße und Venloer Straße. Der Schwertransport werde auf die B59 geleitet, so Heinz-Willi Dux von der Bergheimer Stadtverwaltung.

Ankunft ist am Montag für 3 Uhr am RWE-Kraftwerk geplant

Zwischen Rommerskirchen und Rheidt-Hüchelhoven werde er auf der B477 bis zum Revisionsplatz im Schatten des BoA-Kraftwerkes in Niederaußem fahren. Mit der Ankunft am Kraftwerk wird für 3 Uhr Montagmorgen gerechnet. Am Dienstag werde sich der Transporter gegen 23 Uhr ein letztes Mal in Bewegung setzen. Dann fahre er zunächst auf die B477, um in den inneren Bereich des Kraftwerkes zu gelangen. Für diesen letzten Kilometer seien rund 30 Minuten Fahrtzeit angesetzt. Die B 477 müsse dafür erneut gesperrt werden, da der Transporter so breit sei, dass kein Gegenverkehr durchkomme, erklärte Dux.

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