Köln – Acht Tore hat Anthony Modeste seit dem 3:2 am Dienstag in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg erzielt und damit so viele wie gegen keinen anderen Erstligisten. Aber nicht nur deshalb war es ein besonderer Abend für den Franzosen.
Der FC-Torjäger beglich eine offene Rechnung mit VfL-Manager Jörg Schmadtke, der zwischen 2013 und 2017 Geschäftsführer Sport in Köln war. „Ich bin glücklich, weil wir Schmadtkes Mannschaft in die Krise geschickt haben. Man trifft sich immer zweimal im Leben“, frohlockte der 33-Jährige.
Posse um Modeste-Transfer nach China
Hintergrund der Schadenfreude ist die Posse um Modestes China-Transfer 2017 für 28 Millionen Euro zu Tianjin Quanjian. Der Stürmer hatte stets betont, dass er damals in Köln hätte bleiben wollen, Schmadtke ihn aber unbedingt transferieren wollte. Streit gab es auch um die Regelung der Staatssteuer in Höhe von 100 Prozent der Ablösesumme, die China zu dieser Zeit für Verpflichtungen von ausländischen Spielern erhoben hatte. Deshalb wurde Modeste zunächst verliehen und erst ein Jahr später verkauft. Schon im Sommer 2016 war es bei Modeste Vertragsverlängerung in Köln zu einem Zwist zwischen Manager und Spieler gekommen.
Schmadtke kontert Modeste mit Gelassenheit
Schmadtke reagierte auf Modestes Worte gelassen: Das war ihm anscheinend ein wichtiges Anliegen. Ich werde aber nicht darauf antworten. Mich beschäftigt die sportliche Situation beim VfL Wolfsburg.“ Modeste, der im November 2018 ablösefrei zum FC zurückgekehrt war und bis 2023 Vertrag besitzt, hat unter Trainer Steffen Baumgart in Köln wieder zu seiner Bestform gefunden. Nach seinem Kopfball-Doppelpack am 16. Spieltag steht er in dieser Saison schon bei zehn Bundesliga-Toren.
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„Wer hätte gedacht, dass ich in einer halben Saison so oft treffe. Ein Stürmer hat gute und schlechte Zeiten. Ich habe immer an mich geglaubt“, freute sich Modeste neben Schmadtkes Dilemma nach sieben Pflichtspielniederlagen mit Wolfsburg auch über seine eigene Leistung.



