Bonn – Wenn die Telekom Baskets am Dienstagabend zu ihrem dritten Gruppenspiel in der Champions League in der griechischen Hauptstadt antreten (18.30 Uhr Bonner Zeit), kommt es zum Duell zweier Tabellenführer. Denn wie die Baskets führt auch Gastgeber AEK Athen die nationale Liga mit 3:0-Siegen an, nachdem die Mannschaft am Sonntagnachmittag den Lokalkampf mit Peristeri Athen knapp mit 84:80 gewann.
In der Gruppe B ist das Rennen um die Qualifikation für das Achtelfinale noch völlig offen, denn nach zwei Spieltagen liegen alle vier Teams mit je einem Sieg und einer Niederlage gleichauf. Insofern kommt dem dritten Spieltag eine wegweisende Bedeutung zu: Wer hier gewinnt, geht mit einer guten Ausgangsposition in die drei Rückspiele.
Es ist das zweite Mal, dass sich Bonn und AEK in der Champions League begegnen: Im März 2020 trafen beide im Achtelfinale aufeinander, die Baskets waren in beiden Partien nahezu ebenbürtig, verloren aber unter ihrem damaligen Coach Will Voigt beide Begegnungen: mit 85:92 in Athen und mit 86:90 im Telekom Dome.
Bei der aktuellen AEK-Truppe müssen die Bonner vor allem vier Spieler in ihrer Wirkung begrenzen, die am besten treffen: den Shooting Guard Kenny Williams (14,5 Punkte), den Center Akil Mitchell (14,0 Punkte und 9 Rebounds) sowie die Spielmacher Tim Frazier (13 Punkte und 7,5 Assists) und Janis Strelnieks (11,5 Punkte, 5 Assists). Sie sind die Aktivposten.
Strelnieks und Mitchell haben in Bamberg Bundesliga-Erfahrung gesammelt: Der Lette Strelnieks war von 2014 bis 2017 zu Euroleague-Zeiten ein Stammspieler bei den Franken und glänzte als gefährlicher Distanzschütze. Trotz seiner inzwischen 33 Jahre dürfen die Baskets ihn an der Dreierlinie nicht aus den Augen verlieren. Mitchell wurde von Bamberg vergangene Saison im November 2021 nachverpflichtet. Im Rückspiel gegen Bonn kam er bei der 81:95-Niederlage der Franken auf solide 15 Punkte und 5 Rebounds.
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Die Baskets können in Athen selbstbewusst auftreten, zeigten sie doch am Samstag in Braunschweig eine Qualität, ohne die keine Mannschaft auskommt, die zu den Spitzenteams gehören will: Sie kann Spiele auch an einem Tag gewinnen, an dem es nicht läuft oder die Würfe nicht fallen.
„Solche Spiele sind im Verlauf einer Saison sehr wichtig, weil du einen Weg finden musst um zu gewinnen, auch wenn du nicht gut spielst. Wir haben das heute geschafft, weil ich wir im Kader etwas mehr Erfahrung als Braunschweig hatten und am Ende sehr gut verteidigt haben“, sagte Chefcoach Tuomas Iisalo nach dem mühsamen 79:72-Erfolg bei den Löwen.