Köln – Das „Rheinland-Valley“ könnte sich mit Köln als größter Metropole zu Deutschlands Digital-Hauptregion mausern. Eine Vorstellung, für die sich der neue Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart gestern bei seinem Kölnbesuch stark machte. Noch habe Berlin als Gründerhauptstadt die Nase vorn.
Aber mit noch mehr Startups, verbesserter Infrastruktur, superschnellen Netzen und guter finanzieller Förderung könnte das Rheinland treibende Innovationskraft werden.
Optimierte Netzinfrastruktur in Köln gefragt
Beim Gespräch mit Kölner Gründern im Start-Inkubator „Startplatz“ im Mediapark lotete der Minister gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker aus, wie die Rahmenbedingungen verbessert werden könnten. Vorschläge gab es genug: Eine intensivierte Ausbildung in Sachen Programmierung und IT, zusätzliche Studienangebote in dem Bereich in der Region, gut ausgestattete Plattformen für die besten Köpfe, einfachere unbürokratische Förderverfahren gehören zu den Wünschen der Gründer. Nicht zuletzt gefragt ist eine optimierte Netzinfrastruktur nicht nur auf dem Land, sondern auch in Köln selbst, räumt der Minister ein.
Reker nahm als Anregungen des Startup-Treffens auch mit, dass mehr internationale Events mit größerer Ausstrahlung auf die Beine gestellt werden sollten. Wichtig sei es auch Existenzgründer im zweiten Anlauf zu unterstützen, wenn der Start nicht so lief wie erhofft. „Sie haben ja viel Erfahrung und Know how gesammelt!“ In Köln gibt es rund 650 Startups mit 9000 Mitarbeitenden und einem Volumen rund 800 Millionen Euro Investitionskapital.
Neue Anlaufstelle für Studenten: Gateway
Bei seiner zweiten Station auf Kölntour machte sich der erste Digitalisierungsminister NRWs und frühere Wissenschaftsminister Pinkwart auch ein Bild vom „Gateway“, dem Gründungsservice der Universität. Uni-Rektor Professor Axel Freimuth stellte die Anlaufstelle für Absolventen vor, die ein Unternehmen gründen und in der Startphase Unterstützung erhalten.
Den Hochschul-Startups werden Informationen, Workshops und Büros zur Verfügung gestellt. 35 Arbeitsplätze gibt es – mit mehr Mitteln ließe sich das gut und gerne verzehnfachen, so Freimuth, der im persönlichen Gespräch auch konkrete Ideen für die angestrebte Verstärkung der Innovations-Kraft vorstellte.
