Oper und Schauspiel KölnExterner Manager soll Bühnen-Sanierung übernehmen

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Die Baustelle der Kölner Oper

Die Baustelle der Kölner Oper

Die Sanierung der Kölner Bühnen wird von einem externen Projektmanager übernommen. Monatelange Verzögerungen und ausbleibende Bestätigungen verzögern die Fortschritte im Projekt.

Wie geht es weiter bei der Sanierung der Kölner Bühnen? Wie die Rundschau erfuhr, soll nun ein externer Projektmanager die Führung übernehmen, der bereits mit der Stadt bei einem anderen Großprojekt zusammenarbeitet. Das beantwortet die Frage, ob die Sanierung von Oper und Schauspielhaus einen Nachfolger für den aus gesundheitlichen Gründen zum 30. Juni ausscheidenden technischen Betriebsleiter Bernd Streitberger benötigt.

Gleichermaßen gibt das einen Blick hinter die Kulissen, denn bisher hieß es stets, dass noch zur Debatte stehen würde, ob überhaupt ein Nachfolger nötig sei. Das Argument war stets, dass auch ein gerissener Meilenstein nicht zwingend eine monatelange Verzögerung des Projekts mit sich bringe. Eine Finalisierung in wenigen Wochen oder Monaten sei auch ohne Nachfolger möglich. Die Verpflichtung des Projektmanagers deutet daraufhin, dass es bis zur Fertigstellung der Sanierung also noch dauert.

Bühnen Köln: Stadt äußert sich zu weiterem Vorgehen

Am Dienstag war ein Meilenstein bei den Arbeiten angesetzt, die Technikräume sollten abgenommen werden und dafür staubfrei sein. Wie die Rundschau exklusiv berichtete, deuteten alle Zeichen darauf, dass dieser Termin nicht eingehalten werden konnte. Eine offizielle Bestätigung wollten weder Stadt noch das Team der Bühnensanierung dazu abgeben.

Alles zum Thema Henriette Reker

Nun will die Stadtspitze in einer Pressekonferenz am Freitag, 3. Mai, um 13 Uhr mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), Kulturdezernent Stefan Charles und Baudezernent Markus Greitemann erklären, wie es weitergeht. Dabei soll neben der personellen Entscheidung auch der Monatsbericht März zum Fortschritt auf der Baustelle präsentiert werden. Auch wenn es der Monatsbericht für den mittlerweile sechs Wochen zurückliegenden Monat März ist, könnte dieser Hinweise zum Meilenstein 30. April enthalten. Die große Frage ist nun, inwieweit der neue Projektmanager den Status Quo auf der Baustelle am Offenbachplatz auch neu bewertet. Eine gründliche Untersuchung einer Baustelle mit 312 Bauabschnitten benötigt Zeit. Allerdings hängt daran ein möglicher neuer Termin für die geplante Schlüsselübergabe und letztendlich auch eine feierliche Eröffnung von Oper und Schauspielhaus.

Wie berichtet, steckt die Bühnensanierung in dem Dilemma, dass sie nur mit einem öffentlich kommunizierten Termin den nötigen Druck auf die Arbeitsabfolge der Gewerke schaffen kann. Gleichermaßen wird das Vorhaben aber auch an den erreichten Terminen gemessen. Am 29. Februar konnte mit der Abnahme der Rauchschutzdruckanlagen (RDA), die den Verantwortlichen lange Sorgen bereitet hatten, ein Meilenstein erfolgreich erreicht werden.

Sechs Monate Vorlauf vor Eröffnung

Es bleibt abzuwarten, was die Verwaltungsspitze zu einem möglichen neuen Termin für die Schlüsselübergabe erklärt, der Aufschluss über einen möglicher Zeitplan für eine Eröffnung von Schauspiel und Oper gibt. Rund sechs Monate Vorlauf sind für Organisation, Aufbau und Vermarktung einer Spielzeit nötig. Somit gilt es mittlerweile als wahrscheinlich, dass die Kulturhäuser am Offenbachplatz frühestens zur Spielzeit 2025/26 die ersten Gäste empfangen.

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