Am 19. April entscheiden die Bürger in 17 NRW-Städten, ob sich die Region Köln Rhein Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll.
Vor BürgerentscheidNRW gibt Startschuss für Olympia-Kampagne Köln Rhein Ruhr

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst mit Fechterin Britta Heidemann beim Start der Kampagne für die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um Olympische und Paralympische Spiele.
Copyright: Thomas Banneyer
Genau drei Monate vor den Ratsbürgerentscheiden über Olympische Sommerspiele in NRW haben Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) am Montag in Köln den Startschuss für die Olympia-Kampagne des Landes gegeben. Dabei wurde auch das Logo der Kampagne vorgestellt - ein Strahlenbündel in den vier Farben gelb, rot, grün und blau. Dazu gibt es den Slogan: „Unsere Städte. Unsere Spiele.“
Am 19. April entscheiden die Bürgerinnen und Bürger in 17 NRW-Städten, ob sich die Region Köln Rhein Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. „Ich bin überzeugt. Der Sport kann einen Beitrag leisten für ein neues Miteinander in unserem Land“, sagte Ministerpräsident Wüst. Sport könne Menschen zusammenführen, neue Zuversicht und neuen Zusammenhalt stiften. „Olympische und paralympische Spiele sind dafür die größte Bühne, die es auf diesem Planeten gibt.“
Wüst: Das beste Angebot für Olympische Spiele macht NRW
Die Spiele stünden für spektakuläre Leistungen, aber auch „für Teamgeist, für Emotionen, für echte Begeisterung“, betonte Wüst. Er zeigte sich überzeugt: „Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will olympische und paralympische Spiele. Aber sie wollen moderne Spiele, zugänglich für alle, nachhaltig, mit positiven Auswirkungen für den Sport und für die Region.“ Das beste Angebot für solche Spiele in Deutschland „machen wir in Nordrhein-Westfalen“, betonte Wüst. „Wir machen Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, die nachhaltigsten und für die spektakulärsten Spiele.“
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Eine Licht-Installation am Römisch-Germanischen Museum in Köln wirbt für die Olympia-Bewerbung der Region Köln Rhein Ruhr.
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Von Anfang an sei klar gewesen: „Moderne und nachhaltige Spiele: Das geht nur mit den Menschen, nicht gegen sie.“ Als einzige Bewerberregion führe man in allen beteiligten Kommunen Referenden durch. „Niemand bezieht mehr Städte ein“, so Wüst. „Noch nie in der Geschichte der Olympischen und Paralympischen Spiele wurden so viele Menschen befragt, ob sie für die Spiele sind.“
Unterstützt wurde der Kampagnenstart von Sport-Stars und Prominenten, darunter Para-Leichtathlet Markus Rehm, Fechterin Britta Heidemann, Dressurreiterin Isabell Werth, der Chef der Deutz AG und Ruder-Weltmeister Sebastian Schulte sowie der frühere NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD). Zur Unterstützung der Kampagne gab es am Abend Licht-Installationen in vier NRW-Städten, unter anderem am Römisch-Germanischen Museum neben dem Kölner Dom.
Olympia-Bewerbung: Köln als Leading City
Ziel der Kampagne sei, die Menschen zu informieren und zu motivieren, sagte Wüst. Sie solle „allen zeigen, welche Chancen und welche Kraft in der Bewerbung der Region Köln Rhein Ruhr stecken“. Mit Köln als Leading City gewinne man international an Strahlkraft, so der Ministerpräsident. „Von Köln strahlt unsere Bewerbung ins ganze Land aus. Das olympische und Paralympische Dorf sowie das Leichtathletikstadion werden hier entstehen, im Kölner Norden.“ Was die Bewerbung einzigartig mache, seien die „spektakulären Sportstätten“.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (r.) mit Para-Leichtathlet Markus Rehm.
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Köln Rhein Ruhr werde für Zuschauerrekorde sorgen, so Wüst, denn man könne 14 Millionen Tickets anbieten - mehr als Paris 2024. Und: „95 Prozent der Athletinnen und Athleten werden im Olympischen Dorf wohnen können. Kein anderes Konzept sieht so kurze Wege vor. Wir bringen Olympia zu den Menschen, nicht andersrum. Was jetzt noch fehlt, ist das Ja der Bürgerinnen und Bürger.“
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester dankte den Vertretern der anderen Kommunen, dass sie Köln als Leading City unterstützen. Die Spiele würden den Breiten- und den Spitzensport stärken. Sie seien ein wichtiger Impulsgeber für das Ehrenamt, für Infrastruktur und Verkehr sowie für die Stadtentwicklung, insbesondere im Kölner Norden. Er lobte das Engagement der Landesregierung, die eine Milliarde Euro für die Sanierung von Sportstätten zur Verfügung stellt. Burmester appellierte an die Kölnerinnen und Kölner: „Geht zur Wahl! Unterstützt diese Bewerbung! Sagt Ja zu Köln, sagt Ja zu Rhein-Ruhr.“
Das sagen die Sport-Botschafter zu Olympia an Rhein und Ruhr:
Sebastian Schulte, Olympiateilnehmer 2004: „Olympia hat eine enorme Strahlkraft, vereint Menschen und schafft das, was Deutschland gerade am meisten fehlt: ein gemeinsames, positives Ziel, hinter dem sich ganz unterschiedliche Menschen und Interessensgruppen versammeln.“
Britta Heidemann, Olympiasiegerin im Degenfechten: „Möge die beste Stadt gewinnen. Gleichzeitig bin ich als Kölnerin der Meinung, dass wir hier in Köln und Rhein Ruhr die Spiele auf die Beine stellen können. Wir haben die größte Zuschauerkulisse zu bieten, die es je gab. Ich würde mich einfach wahnsinnig freuen, wenn wir vor der Haustür Olympische Spiele feiern dürften.“
Isabell Werth, erfolgreichste Olympionikin Deutschlands und erfolgreichste Dressurreiterin der Welt: „Wir haben in Aachen eine fertige Luxusstätte, das kann man nicht anders bezeichnen. Wir haben die ganzen großen Stadien von Düsseldorf über Gelsenkirchen und Dortmund. Damit können die wenigsten aufwarten. Ich glaube, es hat wirklich kein einziges Konzept diese Nachhaltigkeit, diese bereits vorhandenen Sportstätten, wie wir sie schon präsentieren können.“
Markus Rehm, Para-Athlet des Jahrzehnts: „Nordrhein-Westfalen ist das Zentrum des paralympischen Sports. Nicht nur in Deutschland, ich würde sagen auch fast weltweit. Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt kommen in diese Region, um gemeinsam zu trainieren. Ich würde mir wünschen, die paralympischen und olympischen Athleten mehr zusammenzubringen.“

