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Historie und Gegenwart Ausstellung zum 800-jährigen Bestehen Buschdorfs eröffnet

Die zum Jubiläum erstellte Chronik von Buschdorf präsentierten Verfasser Dieter Reindl, Klaus Kraus, Helmut Kollig und Bärbel Reindl (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung.

Die zum Jubiläum erstellte Chronik von Buschdorf präsentierten Verfasser Dieter Reindl, Klaus Kraus, Helmut Kollig und Bärbel Reindl (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung.

Bonn – Vergangenheit und Gegenwart in Bildern: Auf zwölf Tafeln sind in einer Ausstellung Eindrücke aus 800 Jahren Buschdorf zu sehen, die nun von Bezirksbürgermeister Helmut Kollig im Pfarrzentrum St. Aegidius eröffnet wurde – Auftakt zu den Feierlichkeiten des Jubiläums des heutigen Bonner Stadtteils.

Anlässlich dessen hatte Oberbürgermeister Ashok Sridharan kürzlich bei einem Empfang gemeinsam mit dem Arbeitskreis Buschdorf 800 im Alten Rathaus betont: „Die Identifikation der Buschdorferinnen und Buschdorfer mit ihrem Ortsteil ist hoch und das Engagement sehr groß“, auch und besonders mit Blick auf die Unterbringung von Flüchtlingen. „Ich danke ganz besonders herzlich allen, die sich für Integration und eine gute Nachbarschaft einsetzen“, so der OB weiter. Er erinnerte zudem an Konrad Adenauer, der Buschdorf einmal als „einen der schönsten Flecken Bonns“ bezeichnet hat.

Eine Ansicht des Bahnhofs aus dem Jahr 1910 ist auf diesem Foto zu sehen.

Eine Ansicht des Bahnhofs aus dem Jahr 1910 ist auf diesem Foto zu sehen.

Der Oberbürgermeister erhielt das erste Exemplar der Buschdorfer Chronik sowie ein Bild der Künstlerin Charlotte Esch, die im Rahmen des Ortsteiljubiläums ein Kunstprojekt mit dem Titel „Da-gewesen – Spuren 800 Jahre Buschdorf“ realisiert. Dabei arbeitet Esch, die aus einer alteingesessenen Buschdorfer Familie stammt, mit Wärmestrahlung (siehe Infokasten). „Das Ziel meines Projektes ist, alteingesessene Buschdorfer Bürger und neu Hinzugezogene zu verbinden. Es geht mir um das ,Wir-Gefühl’“, erläutert Esch. Sie fotografiert Menschen sitzend im Sessel und später, wenn die Person den Sessel schon verlassen hat. So dokumentiert sie die Wärmespur. Ihre künstlerische Aussage: Jeder Mensch hinterlässt Spuren in seinem Leben. Ihre Ausstellung zum Jubiläum wird vom Kulturamt der Stadt gefördert und am 14. Mai auf dem Dorfplatz in Buschdorf eröffnet (bis 22. Oktober). Im Herbst folgen Beamerpräsentationen auf dem Kirchengelände Sankt Aegidius.

Alles zum Thema Konrad Adenauer

Ein schriftlicher Beleg zum Bestehen Buschdorfs findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1217. Winricus de Burlsdorp bezeugte mit weiteren wohlgeborenen Personen, dass der Kölner Erzbischof Engelbert I. von Berg einen Zehnten auf das Kloster Schillingskapellen übertragen hat. Darüber hinaus lässt die Entdeckung mehrerer römischer Sarkophage in den Jahren 1867, 1884 und zuletzt 1984 darauf schließen, dass Buschdorf sogar schon mehr als 800 Jahre „auf dem Buckel“ hat. Denn die Grabbeigaben des Fundes aus dem Jahr 1984 werden auf das zweite Jahrhundert nach Christus datiert. (gri/r.)

Kunst mit Wärme

Bilder einer Wärmebildkamera zeigen die Welt in einer besonderen Weise: Alle Lebewesen strahlen Wellen im Infrarotbereich ab, die Wärmestrahlung. Statt Licht und Schatten erfasst die Kamera Temperaturunterschiede. Je wärmer ein Gegenstand oder ein Teil davon ist, desto heller ist die Darstellung. Eine weitere Besonderheit: Wärmebilder können auch dann noch aufgenommen werden, wenn das Objekt selbst schon gar nicht mehr am Ort ist. (r.)