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Rhein-Ruhr-ExpressStartschuss für den RRX-Ausbau in Köln

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Köln – Mit dem Alten Wartesaal am Kölner Hauptbahnhof hätte der Schauplatz des gestrigen ersten Spatenstichs mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bahnvorstand Ronald Pofalla für den Rhein Ruhr Express kaum symbolträchtiger sein können.

Denn bis der neue Superzug Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund im 15 Minuten-Takt verbinden wird, müssen sich die Pendler noch mindestens 13 Jahre gedulden und viele Baustellen ertragen.

Bis 2030 will die Deutsche Bahn auf der 106 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Mülheim und Dortmund 84 Kilometer Gleise neu- und umbauen, 70 Weichen einbauen und damit Überholmöglichkeiten schaffen, acht Bahnhöfe behindertengerecht umbauen, elf Brücken neu errichten und 26 Brücken verbreitern. Ein ehrgeiziges Ziel, zumal erst für zwei der insgesamt 14 Planfeststellungsabschnitte Baurecht erteilt ist. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für den Ausbau der sieben RRX-Linien und die Anschaffung der 82 RRX-Züge, die ab 2018 sukzessive im Vorlaufbetrieb auf die Gleise gesetzt werden, auf 3,45 Milliarden Euro.

Beitrag für mehr Mobilität

„Jeder Euro für den RRX ist ein Beitrag für mehr Mobilität“, sagte Bahnvorstand Pofalla, Ministerpräsidentin Kraft ist überzeugt, „der RRX wird den Personenverkehr auf der Schiene leistungsfähiger, zuverlässiger und moderner machen“. Zudem erhält „der Nahverkehr Fernverkehrsqualität“, verspricht Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium. Bei aller Freude merkte Kölns Verkehrsdezernentin Andrea Blome, die in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach, kritisch an, dass „in und um Köln in den vergangenen Jahren auf der Schiene viel zu wenig gemacht worden ist“. Sie erneuerte die Forderung, dass der RRX auch in Köln-Mülheim halten soll.

Als erste Ausbaumaßnahme wird auf dem 2,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen Köln-Mülheim und Köln-Stammheim der Abstand zwischen den S-Bahn-Gleisen von 3,80 auf 4 Meter vergrößert, damit langsame Güterzüge auf die S-Bahngleise verlagert werden können und nicht mehr den Regional- und Fernverkehr ausbremsen. Zudem werden vier Weichen eingebaut und die Signal- und Oberleitungstechnik bis Juli erneuert.

Aus diesem Grund muss die S-Bahnlinie S 6 am 12./13., 19./20., 20./21., 26./27. und 27./28. März, ab jeweils 20.30 Uhr zwischen Langenfeld und Leverkusen sowie zwischen Leverkusen und Köln-Mülheim umgeleitet werden. Die Unterwegshalte entfallen, stattdessen verkehren Busse. Zwischen dem 28. April und 22. Mai ist der große Gleisumbau geplant, mit welchen Auswirkungen steht noch nicht fest.