Das Bild Kölns verändert sich 2026 an markanten Plätzen. Wir geben einen Überblick über die größten Neuerungen in der Domstadt.
Baustellen und ProjekteDiese Orte in Köln werden sich 2026 deutlich verändern

Der Friesenplatz bekommt durch das modernisierte Hochhaus ein neues Gesicht.
Copyright: Thomas Banneyer
Eine Großstadt wie Köln verändert sich stetig. Und obwohl bei einigen Großprojekten weiterhin zumindest von außen betrachtet die Pause-Taste gedrückt bleibt, wird sich das Stadtbild an zentralen Orten der Innenstadt in diesem Jahr stark verändern. Ein Überblick.
Im Schatten des Kölner Doms
Rund um den Roncalliplatz: Das Dom-Hotel soll fertiggestellt werden. Die technischen und behördlichen Abnahmen erfolgen im Frühjahr. Dann wird auch der Bauzaun endgültig verschwinden, der im Erdgeschossbereich noch die Mischung aus historischer Fassade und neuen Ladenlokalen verdeckt. Bisher hat nur der Rimowa-Store gegenüber dem Henkelmännchenbrunnen eröffnet, die Rundschau berichtete.
Schräg gegenüber errichtet das Kölner Unternehmen Bauwens weiterhin den ersten Teil des sogenannten Goldschmied Carrés, dem Nachfolger des insolventen Projekts Laurenz Carré. Besonders der Hochbau ging im vergangenen Jahr für jeden sichtbar schnell voran. In diesem Jahr wird sich das Gebäude weiter stark verändern. Bauwens bestätigte auf Anfrage, dass der Gebäudeteil in direkter Nachbarschaft zum Roncalliplatz, in das die Boston Consulting Group einziehen wird, im Sommer 2027 an den Mieter übergeben werden soll.
Alles zum Thema Kölner Dom
- Excelsior Hotel Ernst in Köln Ein halbes Jahrhundert Gastgeberkunst in der Hanse Stube
- Ökumenischer Karnevalsgottesdienst im Dom Karneval als Ausdruck christlicher Grundhaltungen
- Fine Dining am Kölner Rheinufer Restaurant Fux setzt auf regionale Küche mit mediterranem Touch
- Karneval im Vorgebirge Senioren holen sich das Kölner Dreigestirn ins Haus
- Karneval in Köln Dreigestirn zieht in die Hofburg ein - Hoteldirektor überreicht goldenen Schlüssel
- „Die drei Weisen gehören hierher“ Kölner Dom öffnet zum Dreikönigstag seinen kostbarsten Schrein
- Einsingabende in Köln „Loss mer singe“ startet - Auswahl an guten Liedern „unüberschaubar groß“
Ein Fragezeichen steht derweil hinter den städtischen Bauten: Beim Römisch-Germanischen Museum dauern die Verhandlungen mit dem Generalunternehmer an, der den Ausbau durchführen soll. Nur einen Katzensprung entfernt will die Stadt in diesem Jahr die lang erwartete Erneuerung des Dom-Sockels durchführen. Die Arbeiten an der Trankgasse sollen Anfang des Jahres beginnen, hieß es zuletzt von der Stadt.
Suchthilfezentrum: Eine neue Zeit für den Neumarkt
Das neue Suchthilfezentrum der Stadt, das in der Nähe der Severinsbrücke entsteht, ist sicherlich nicht unumstritten, doch der Neumarkt könnte in diesem Jahr einige Veränderungen erleben. Eine davon ist das große Bauprojekt, das die Kreissparkasse Köln direkt am Neumarkt durchführt. Wie berichtet, soll ein großer Teil des Gebäuderiegels der Neumarkt-Passage samt Parkhaus Platz für einen Neubau machen. Die Abrissarbeiten sollen demnächst beginnen, bis 2028 soll der Neubau entstehen. Auch an der Ecke Richmodstraße Neumarkt stehen Abrissarbeiten an.
Projekt Central Cross: Frische Ecke am Friesenplatz

Das Gebäude Central Cross
Copyright: Thomas Banneyer
Das Projekt Central Cross sorgt für große Veränderungen im Stadtbild am Friesenplatz. Wie die Rundschau berichtete, hat sich der Zusammenschluss aus den Immobilienfirmen Proximus und Quantum nach jahrelangem Streit um ein mögliches, neues Hochhaus für eine Re-Vitalisierung des Bürogebäudes entschieden. Im vergangenen Jahr war der Rückbau gut zu beobachten, zwischenzeitlich sah der Rohbau wie ein fossiles Skelett aus. Mittlerweile sind zahlreiche Teile der Unterkonstruktion für die künftige doppelte Glasfassade angebracht. 2026 soll das Projekt große Schritte machen, die Fassade wird das Bild des markanten Eckgebäudes weiter prägen. Die Fertigstellung ist bereits für das erste Quartal 2027 geplant.
LVR: Hoch hinaus am Ottoplatz
Der Landschaftsverband Rheinland errichtet derzeit sein neues Verwaltungsgebäude direkt gegenüber vom Messegelände und Deutzer Bahnhof. Die Grundsteinlegung erfolgte im August, seitdem wächst das Gebäude stetig. Das neue Hochhaus soll 18 Stockwerke und knapp 70 Meter hoch werden. Hier wird 2026 zumindest der Rohbau in die Höhe schießen, denn die Fertigstellung des Bauwerks ist für das erste Halbjahr 2028 geplant.
Musical-Tempel: Nah am Wasser gebaut

Visualisierung zum geplanten Musical-Theater am Rhein
Copyright: Stadt Köln/ATG/HPP
In Rheinnähe wird auch in diesem Jahr weiter geplant und auch gebaut. Die ATG Entertainment GmbH mit Sitz in Köln hat angekündigt, diesen Monat mit den Arbeiten für einen neuen Musical-Tempel am Staatenhaus zu beginnen. Wie die Rundschau berichtete, sollen das sogenannte „Theater am Rhein“ bis zu 1800 Plätzen bieten. Wie viel sich in diesem Jahr äußerlich sichtbar verändert, ist noch unklar. Denn die Arbeiten starten parallel zum Interimbetrieb der Oper im Staatenhaus. Das Projekt beinhaltet auch die denkmalgerechte Sanierung des Staatenhauses. Anfang 2028 soll der Betrieb starten, parallel dazu endet im Februar 2028 die Zeit des Musical Domes am Hauptbahnhof.
Rund um das Deutzer Hafenbecken soll sich in diesem Jahr auch einiges verändern. So sollen die Bauarbeiten für die Brücken für das künftige Quartier Deutzer Hafen sowie die Arbeiten für weitere Freiflächen starten. Denn bevor das Quartier in die Höhe wachsen kann, muss die Infrastruktur entstehen. Auch der neue Hafenpark in der Nähe der Drehbrücke soll in diesem und nächsten Jahr entstehen.


