Seit sechs Jahren hat die Stadt Köln kein Silvester-Event mehr am Dom veranstaltet. Der Oberbürgermeister möchte das ändern.
RoncalliplatzKölns OB möchte zu Silvester wieder eine Licht-Show am Dom

Die Silvesterfeier auf dem Kölner Roncalliplatz am 31. Dezember 2019
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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hätte an Silvester gerne wieder ein Kulturprogramm auf dem Roncalliplatz mit einer Licht-Show, wie es sie in den Jahren 2016 bis 2019 dort gab. Das sagte er bei einer Veranstaltung des Kölner Presseclubs.
Nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/2016 rings um den Dom hatte die Stadt gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt ein neues Sicherheitskonzept aufgelegt. In den folgenden Jahren veranstaltete sie auf dem Roncalliplatz ein Bühnenprogramm mit Livemusik und Lichtkunst auf den Fassaden des Dom-Hotels und des Römisch-Germanischen Museums. Es sollte ein positives Signal nach den schlimmen Ereignissen sein, die damals international Schlagzeilen gemacht hatten. Tausende Menschen nahmen teil.
Aus Kostengründen wurde das Programm jedoch nach und nach reduziert, und schließlich 2020 eingestellt – erst wegen Corona-Auflagen, dann wegen des Kriegs in der Ukraine und der daraus folgenden Energiekrise. Später hieß es von der Stadt, wegen der vielen Baustellen im Domumfeld werde man weiterhin auf ein Silvesterevent verzichten. Begründung: Weil die Baustelle des Dom-Hotels einen erheblichen Teil des Roncalliplatzes einnehme, könnten größere Personenströme dort eventuell nicht mehr sicher abgewickelt werden.
Dom-Hotel will Initiative des Kölner Oberbürgermeisters unterstützen
Inzwischen wurde das Gerüst am Dom-Hotel abgebaut, und die Platzfläche ist weitgehend wiederhergestellt. Somit sind die Gegebenheiten nun andere, auch wenn sich mit dem Laurenz-Carŕe gegenüber weiterhin eine Großbaustelle befindet.
OB-Sprecher Alexander Vogel erklärte auf Anfrage, der Oberbürgermeister habe „nach Silvester 2025/2026 und den dort gemachten Eindrücken verschiedene Initiativen gestartet. Eine bezieht sich auf die Ausweitung der rechtlichen Möglichkeiten des Böllerverbotes. Dazu ist der OB im Austausch mit dem Land und dem Bund, die dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern müssten.“ Die andere Initiative ziele darauf ab, „wieder einen Gegenpunkt zu Absperr- und Verbotszonen durch ein positives Erlebnis – wie zum Beispiel eine Illumination im Umfeld des Domes – zu setzen“. Angesichts der Haushaltskrise sei klar, „dass dies nur mit Unterstützung von mehreren Akteuren möglich sein wird. Dazu führt der OB aktuell Gespräche.“
Die Hotelgruppe Althoff, die das Dom-Hotel bald eröffnen will (ein Termin wurde noch nicht genannt), steht den Plänen des OB aufgeschlossen gegenüber. Frank Marrenbach, CEO der Althoff Hotels, sagte der Rundschau: „Alle Initiativen, die der Stadt gut tun, begrüßen wir ausdrücklich und unterstützen die kreativen Ideen gerne.“
