Köln – Die Stunksitzung findet statt. Zumindest die ersten vier Vorstellungen, das ist doch mal eine gute Nachricht. Lange haben die „Stunker“ vor der Premiere in der kommenden Woche über der neuen Fassung der Corona-Schutzverordnung gebrütet, haben sich beim Gesundheitsamt rückversichert, nun ist klar: Sie starten mit 1070 Besuchern im Mülheimer E-Werk.
„Wir haben nur Planungssicherheit bis zum 21. Dezember“, sagt Winni Rau, Sprecher der Stunksitzung. Bis dahin stehen mit der Premiere am kommenden Donnerstag vier Abende auf dem Programm. Und dann endet die aktuelle Schutzverordnung. Die sieht eine Kapazitätsreduzierung bei Großveranstaltungen vor. „Bei Innenraumveranstaltungen muss über der Besuchergrenze von 1000 Zuschauer auf 30 Prozent reduziert werden. Heißt: Statt 1200 jecke Besucher wie geplant dürfen nur 1070 kommen, sagt Rau. Das alles sei mit der Stadt abgestimmt. Da die Gäste an festen Plätzen sitzen, besteht Maskenpflicht nur in den Gängen und im Foyer. „Aber wie es danach weitergeht, wissen wir selbst noch nicht.“ Die erste Show nach Weihnachten ist am 28. Dezember geplant.
Nach dem Komplettausfall in der vergangenen Session haben die „Stunker“ ein neues Programm geschrieben. Corona kommt natürlich auch darin vor, es soll aber nicht alles überlagern. „Es gibt eine Nummer zum Impfen, aber wir spielen das Thema nicht rauf und runter“, sagt Rau. Zumal es eine neue Bundesregierung gibt. Das Ensemble darf sich also das erste Mal an Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Robert Habeck probieren. „Die Regierung steht aber erst seit zwei Tagen“, sagt Rau , man müsse mit heißer Nadel stricken. Für die Künstler sei dies in Zeiten der Corona-Warteschleifen schwer.
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46 Veranstaltungen sind in dieser Session geplant. Der Vorverkauf läuft laut dem Kabarett-Ensemble gut. Bislang sind über 50 000 Karten verkauft, das sind rund 95 Prozent. Im E-Werk gibt es eine neue Lüftungsanlage und ein Spülsystem, das alle Kölschgläser virenfrei reinigen sollte. Es gilt die 2G-plus-Regelung. Dabei sein kann also nur, wer geimpft oder genesen ist und einen maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen kann. Zwei Teststationen gibt es nahe dem E-Werk (an der Schanzenstraße und am Carlswerk). Auch die „Stunker“ selbst lassen sich tagesaktuell testen, alle sind bereits „geboostert“, es gab einen Sammeltermin für die dritte Impfung. Nun freue man sich, dass es endlich losgeht im Saal, aber Rau weiß: „Wir fahren nur auf Sicht.“


