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Viele Spieler von Rot-Weiss Köln
So feiert Köln seine Hockey-Weltmeister

Die Kölner Weltmeister-Helden um (v.l.) Mats Grambusch, Pasha Gademan, Thies Prinz, Christopher Rühr, Tom Grambusch, Moritz Trompertz, Timur Oruz, Jean Danneberg und Mannschaftsarzt Philip Ibe feiern im Mannschaftshotel in Indien den WM-Titel.

Die Kölner Weltmeister-Helden um (v.l.) Mats Grambusch, Pasha Gademan, Thies Prinz, Christopher Rühr, Tom Grambusch, Moritz Trompertz, Timur Oruz, Jean Danneberg und Mannschaftsarzt Philip Ibe feiern im Mannschaftshotel in Indien den WM-Titel.

Gleich sieben Spieler des Weltmeister-Kaders spielen bei Rot-Weiss Köln. Auch am Tag danach herrschte Ausnahmezustand. OB Henriette Reker wird die Kölner Weltmeister mit einem Empfang im Rathaus ehren.

Nach der langen Nacht von Bhubaneswar kehrt der frisch gekürte Hockey-Weltmeister am Montag nach Deutschland zurück. Nach der Landung in Frankfurt wird am Abend bei einem Empfang im Clubhaus von Rot-Weiss Köln weiter gefeiert.

Der Bundesligist stellte in Torwart-Held Jean Danneberg sowie den Feldspielern Mats und Tom Grambusch, Thies Prinz, Timur Oruz, Moritz Trompertz und Christopher Rühr gleich sieben Akteure des Weltmeister-Kaders. Auch Bundestrainer André Hennig ist am Olympiaweg in Müngersdorf bestens bekannt. Der 39-Jährige coachte den Kölner Traditionsclub mehrere Jahre, ehe er Ende 2021 das Nationalteam übernahm.

29.01.2023, Indien, Bhubaneswar: Hockey, Herren, WM, Deutschland - Belgien, Finalrunde, Finale. Deutschland gewinnt die Weltmeisterschaft. Mats Grambusch hält den Pokal hoch.

Der Moment der Krönung: Der Kölner Mats Grambusch nimmt den Weltmeisterpokal entgegen. Foto: dpa/Frank Uijlenbroek

Alles zum Thema Henriette Reker

„Wir sind sehr happy. Das ist der rot-weißeste Weltmeistertitel, den Deutschland je eingefahren hat“, jubelte Dr. Stefan Seitz, Präsident von Rot-Weiss Köln. „Wir freuen uns sehr für die Jungs, die wir im tagtäglichen Bundesliga-Geschäft liebgewonnen haben. Dass sie sich für ihre Mühen belohnen konnten – viele von ihnen studieren noch nebenbei – ist eine ganz tolle Sache.“ Den 5:4-Finalsieg nach Penaltyschießen gegen Belgien hatte die Rot-Weiss-Familie beim Public Viewing im Clubheim verfolgt. „Der Club war voll. Es waren bestimmt 200 Leute“, sagte Seitz. Auch am Tag danach herrschte Ausnahmezustand. „Im Moment rollen alle Hockey-Wellen auf Köln zu.“

Kölns OB Reker ehrt die Hockey-Helden im Kölner Rathaus

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird die Kölner Weltmeister mit einem Empfang im Rathaus ehren. Ein Termin dafür wird nun gesucht. Am Montag gratulierte die OB dem Team zum Sieg in einem „packenden Finale“ gegen Belgien. Dabei hob sie die Bedeutung der Kölner Spieler für den Erfolg hervor: „Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft hat sozusagen auf ein Grundgerüst von Rot-Weiss Köln vertraut und damit ist sie gut gefahren“, sagte Reker. Sie wies darauf hin, dass „auch der Bundestrainer, der Co-Trainer, der Athletiktrainer und der Mannschaftsarzt aus Köln kommen“. Der Titelgewinn sei „große Klasse“.

Noch lange nach dem Finalsieg feierten Mannschaft und Betreuer den Erfolg in Indien, wo André Henning sowie acht seiner Nationalspieler bereits vor zehn Jahren den WM-Titel mit der U21 gewinnen konnten. „Ich habe Riesen-Respekt dafür, was für ein Weltklasse-Hockey wir spielen. Dreimal in einem K.o.-Spiel ein 0:2 in einen Sieg zu drehen, zeigt diesen unbändigen Willen und die herausragende mentale Stärke“, sagte der Bundestrainer. Kapitän und Final-Torschütze Mats Grambusch wollte im Moment des Triumphs „jetzt nicht über spielerische Elemente reden, sondern einfach auf dieser Welle weiterreiten“, er jubelte: „Unglaublich! Weltmeister mit einer Leistung, die sehr gut war.“

Wir sind sehr happy. Das ist der rot-weißeste Weltmeistertitel, den Deutschland je eingefahren hat
Dr. Stefan Seitz, Präsident Rot-Weiss Köln

Auch sein Kölner Vereinskollege Moritz Trompertz rang kurz nach dem Drama um Fassung: „Was hier gerade passiert ist, kann wohl keiner von uns in Worte fassen. Wir haben hier eine so erwachsene und ruhige Leistung gezeigt. Es ist unbeschreiblich, wie viel Moral und Power in dieser Mannschaft steckt. Nach dem, was wir hier geleistet haben, glaube ich nicht, dass jemand sagen kann, wir hätten es nicht verdient. Wir sind so unglaublich stolz!“

DHB-Sportdirektor Martin Schultze war ebenfalls völlig begeistert und hofft auf weitere Erfolge in diesem Jahr, wenn vom 18. bis 27. August die Europameisterschaft in Mönchengladbach ausgetragen wird: „Das lässt uns freudig in die Zukunft schauen. Ich bin begeistert von der Arbeit im Staff und was die Mannschaft hier geschafft hat, das ist unglaublich. Das war eine unfassbare Leistung.“ (mit dpa)

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