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Wirtschaftsfaktor LSBTIQWeltoffenheit bringt mehr Geld nach Köln

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Regenbogenfahne

Die Regenbogen-Fahne 

Köln hat bundesweit den Ruf, besonders weltoffen zu sein – vor allem bei der sexuellen Orientierung. Eine Studie im Auftrag der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender belegt nun sogar wirtschaftliche Vorteile dadurch. Denn Schwule haben häufiger eine feste Anstellung als Durchschnittsbürger und netto auch mehr Geld in der Tasche, statistisch etwa 2000 Euro im Monat. Zudem geben sie öfter Geld fürs Reisen aus, häufig für Städtereisen.

Köln als Schwulenhochburg in ganz Deutschland bekannt

87 000 Kölner zwischen 18 und 75 Jahren bezeichnen sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter oder queer – unter Fachleuten kurz LSBTIQ. Das sind 10,6 Prozent aller Kölner, der Bundesdurchschnitt für diesen Bevölkerungsanteil liegt bei 6,9 Prozent. Die Studie belegt eine Vorliebe von LSBTIQ für Musik, Kunst und Kultur, was sich auch im Konsum ausdrückt, etwa beim Kinobesuch, dem Gang ins Museum oder in die Oper.

Köln ist als Schwulenhochburg in der gesamten Republik bekannt. Jeder zweite Deutsche findet das gut, jeder Sechste sieht das negativ. Meist wird Köln dabei als tolerant und weltoffen bezeichnet. Diese Werte unterstreicht OB Henriette Reker auch im Vorwort zur Studie, und sie schreibt: „Köln ist eine Stadt, die sich zur Vielfalt der hier lebenden Menschen bekennt und diese wertschätzt.“

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In Köln sind es vorwiegend Schwule, die die Gruppe der LSBTIQ ausmachen: 60 Prozent, statt bundesweit 39 Prozent. 19 Prozent der LSBTIQ in Köln sind lesbisch, der Bundesschnitt liegt bei acht Prozent. Zudem sind 28 Prozent der Schwulen in Köln über 50 Jahre alt, bundesweit sind es nur 18 Prozent.

54 Prozent aller LSBTIQ sind hauptberuflich erwerbstätig. In der Gesamtbevölkerung sind es nur 44 Prozent. Damit einher geht auch, dass LSBTIQ persönlich mehr netto in der Tasche haben, als der Durchschnittsbürger. 65 Prozent der LSBTIQ verfügen über ein Einkommen, das 1500 und mehr Euro netto entspricht. Mehr als 2400 Menschen wurden deutschlandweit für die Studie befragt. (mfr)

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