Köln – Die Stadt Köln hat angekündigt, die seit November 2021 vakante Direktorenstelle am NS-Dokumentationszentrum in zwei Monaten auszuschreiben. Das Verfahren werde eingeleitet, „sobald das Anforderungsprofil der Stelle hinsichtlich der Qualifikation der Bewerber*innen definiert ist“, teilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker dem Kulturausschuss mit.
Demnach soll die Ausschreibung Anfang Juni erfolgen und das Auswahlverfahren vor den Sommerferien abgeschlossen werden. Ziel sei eine Stellenbesetzung im Herbst 2022. Dann hätte die Vakanz rund ein Jahr gedauert. Seit der Pensionierung des langjährigen Direktors Werner Jung wird das NS-Dok kommissarisch von Annemone Christians-Bernsee geleitet.
EL-DE-Haus fürchtet Bedeutungsverlust von NS-Dok
Der Förderverein EL-DE-Haus e. V. übergab den Kulturpolitikern am Dienstag 324 Unterschriften von Unterstützern, die eine sofortige Neubesetzung der Stelle fordern. Der Vereinsvorsitzende Martin Sölle sagte, es sei gut, dass die Stadt endlich einen Termin für die Ausschreibung nenne. Weniger gut sei, dass die OB in ihrer Mitteilung erneut Bezug nehme auf den Ratsbeschluss vom 14. Dezember zur „Historischen Mitte“.
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Der sieht vor, die vier historischen Museen Kölns (Römisch-Germanisches Museum, MiQua, Stadtmuseum und NS-Dok) stärker zu vernetzen. Das hatte Sorgen ausgelöst, das NS-Dok drohe in dieser Konstellation an Bedeutung zu verlieren. Ralph Elster (CDU) wies die Kritik zurück. Für das NS-Dok wolle man die beste Kraft finden in einem transparenten Verfahren. Gegen die CDU beschloss der Ausschuss einen Antrag von SPD, Linke und FDP zur sofortigen Neubesetzung der Direktorenstelle. (fu)


