Autobauer in KölnSo will Ford die  Werkstattzeit für Ford-Autos verringern

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Der Autobauer Ford in Köln setzt umgebaute Ford Transits als mobile Werkstätten ein, die direkt beim Kunden kleine Reparaturen und Wartungen durchführen können.

Blick in eines der neuen Werkstattfahrzeuge von Ford, die Reparaturen direkt beim Kunden durchführen.

Der Automobilhersteller will die Ausfallzeiten seiner Nutzfahrzeuge durch Einsatz von Modems reduzieren. Am Freitag stellte Ford in Köln das neue Servicezentrum und einen mobilen Service vor.

Der Autobauer Ford will die reparaturbedingten Ausfallzeiten seiner Nutzfahrzeuge minimieren. Am Freitag stellte Ford in Köln das neue Servicezentrum „Ford Liive Center“ und den „Mobilen Service“ mit eigenen Werkstattfahrzeugen vor, mit deren Hilfe die Fahrzeuge von Gewerbekunden künftig immer einsatzbereit auf der Straße unterwegs sein sollen .

Zuletzt hatte Ford Schlagzeilen gemacht, da in der Entwicklung und Verwaltung am Standort Köln bis zu 3200 Stellen abgebaut werden sollen.

Autos von Ford sollen weniger Zeit in der Werkstatt verbringen

Ford-Pro-Direktorin Claudia Vogt sowie Michael Anton und Jeffrey Scott vom Customer Service erläuterten die neuen Konzepte, die sicherstellen sollen, dass Nutzfahrzeuge künftig weniger Zeit in der Werkstatt verbringen. Dreh- und Angelpunkt ist ein Modem, also ein Gerät, das Daten aufzeichnen und weiterschicken kann. Aktuell ist ein solches Modem in mehr als 235 000 Ford-Nutzfahrzeugen verbaut. Voll aktiviert ist es aber erst in knapp einem Viertel davon. „Wir müssen den Kunden oft die Angst bezüglich des Datenschutzes nehmen“, sagt Claudia Vogt. Die Fuhrparkleiter entscheiden selbst, wie viele Daten das Modem erfasst: Optional können auch GPS-Daten oder Standzeiten ausgelesen werden. Mithilfe der Daten, die der Kunde selbst weitergibt, sollen die Wartungen durch die Servicebetriebe besser geplant und schnell notwendige Ersatzteile beschafft werden.

Das Modem sammelt Daten über das eigene Auto

Wird das Modem vom Kunden aktiviert, sammelt es Daten zum Zustand des Fahrzeuges, wie den Ölverbrauch oder die Motorbetriebsstunden. Ob auf den nächsten 100 Kilometern das Getriebe oder ein Radlager kaputt gehen wird, kann das Modem zwar nicht vorhersagen – doch wenn etwa eine Inspektion fällig wird oder ein Warnlämpchen leuchtet, wird das erfasst.

Der Betreiber der Fahrzeugflotte, also der Kunde, erhält dann mithilfe einer Software einen Überblick darüber, welches seiner Fahrzeuge demnächst gewartet werden muss und kann sich an das „Ford Liive Fleet Care“-Kundenzentrum in Köln wenden.

Dieses wiederum vereinbart für den Kunden einen Werkstatttermin bei einem der 500 teilnehmenden Ford-Servicebetriebe in ganz Deutschland. Fords Versprechen: Binnen drei Tagen soll der Kunde einen Termin für das betroffene Fahrzeug bekommen. „Wenn ein Kunde mit Hauptstandort in Berlin für seine Fahrzeuge in Freiburg Reparaturbedarf hat, stellen wir sicher, dass der Kunde innerhalb von 72 Stunden einen Termin erhält“, sagt Anton.

Den zweiten Teil des Projektes bilden die rund 50 mit Werkzeug ausgestatteten Ford-Transit-Kastenwagen, die künftig als mobile Werkstätten fungieren. Sie kommen zum Einsatz, wenn etwa ein Software-Update oder Verschleißreparaturen durchgeführt werden müssen.

Die mobilen Werkstätten sollen ebenfalls über das „Fleet Care“-Kundenzentrum, das als zentraler Anlaufpunkt für die Gewerbekunden dient, koordiniert werden. Dieses Angebot richtet sich vorerst aber nur an Kunden mit 50 oder mehr Fahrzeugen.

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