Am Donnerstag feiert Köln den Auftakt in den Straßenkarneval. Das müssen Sie für Weiberfastnacht wissen.
Eröffnung, Sperrungen, GlasverbotWas an Weiberfastnacht wichtig ist

Die Zülpicher Straße am 11.11.2025
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Wie läuft die offizielle Eröffnung auf dem Alter Markt ab?
Tradionell sind die Altstädter für den offiziellen Start in den Straßenkarneval zuständig - daher ist auf dem Alter Markt auch alles in den Farben Rot, Grün und Weiß geschmückt. Das Traditionskorps ist um 9.30 Uhr der erste Programmpunkt auf der Bühne, um 11.11 Uhr eröffnet das Dreigestirn gemeinsam mit Oberbürgermeister Torsten Burmester ganz offiziell den Straßenkarneval. Das Programm dauert bis 13 Uhr, unter anderem stehen die Höhner, die Räuber, Marita Köllner und Lupo auf der Bühne. Der Eintritt ist frei, wer allerdings auf eine Tribüne möchte oder in den „Innenraum“ vor der Bühne muss bei den Altstädtern ein Ticket (30 Euro) kaufen.
Was passiert im Zülpicher Viertel?
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Auch wenn das Kwartier Latäng laut der Stadt ein bisschen Anziehungskraft eingebüßt hat, wird es immer noch sehr voll sein. Das Viertel rund um die Zülpicher Straße zieht vor allem eher junge Feiernde an. In diesem Jahr wird es einen dritten Zugang zur Zülpicher Straße geben, der Eingang an der Ecke Kyffhäuserstraße / Barbarossaplatz soll vorallem den Eingang an der Roonstraße entlasten. Ein zentraler Hauptzugang befindet sich an der Ecke Zülpicher Straße/Zülpicher Wall. Der Hohenstaufenring östlich der Gleise soll zwischen Barbarossaplatz und Beethovenstraße wieder befahrbar sein - in den vergangenen Jahren war hier kein Durchkommen. Weitere Sperrungen für den Autoverkehr gibt es hier.
Man wolle so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig sperren, so die Stadt.
Die Uniwiese ist als Transitstrecke zur Zülpicher Straße weiterhin nötig, allerdings ein kleinerer Teil als noch im vergangenen Jahr. Damit die Wiese geschützt wird, lässt die Stadt sie auch dieses Mal mit Platten abdecken. Hier soll es möglichst keine Menschenansammlungen geben. Musik und Alkoholverkauf sind nicht erlaubt.

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Was tut die Stadt gegen Vermüllung und Wildpinkeln?
An den Hauptfeiermeilen hat die Stadt rund 1000 mobile Toiletten oder Urinale aufgestellt, davon stehen rund 670 im Kwartier Latäng. Darüber hinaus betreibt sie temporär Toilettencontainer des Festkomitees. Die AWB werden an den Hotspots und entlang der Ausweichflächen 750 orangefarbene Eventtonnen mit 240 Litern Fassungsvermögen aufstellen – das sind fast doppelt so viele wie 2024. Auch in der Südstadt soll es nach großem Andrang am 11.11. wie berichtet mehr Toiletten und Müllbehälter geben. Ordnungsamtschef Dirk Käsbach kündigte Kontrollen an und appellierte an die Feiernden: „Nehmt Rücksicht auf die Anwohnenden, benutzt die zur Verfügung gestellten Mülleimer und Toiletten und achtet auf hilflose Personen. Dann werden es für alle fröhliche Tage.“
Wo gibt es ein Glasverbot?
Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag dürfen ins Zülpicher Viertel keine Glasflaschen mitgebracht werden. Am Donnerstag gilt das Verbot ab 8 Uhr morgens, ebenso wie in der gesamten Altstadt (siehe Grafik). Am Aachener Weiher und im Hiroshima-Nagasaki-Park gilt es an Weiberfastnacht von 10 bis 20 Uhr. In der Südtstadt es in diesem Jahr kein Glasverbot, sondern nur eine freiwillige Abgabe der Flaschen.
Welche Einschränkungen gibt es bei den KVB?
Während der Feiern an Weiberfastnacht ändern die Kölner Verkehrs-Betriebe auf einigen Linien ihren Fahrplan. Bereits ab dem frühen Morgen wird die Linie 9 aufgrund der Partyzone im Zülpicher Viertel ab Neumarkt über die Aachener Straße nach Sülz umgeleitet. Die Linie 18 wird zwischen den Haltestellen „Weißhausstraße“ und „Barbarossaplatz“ getrennt, es fährt ein Ersatzbus. Aufgrund der Feiern in der Altstadt bleibt die Haltestelle „Rathaus“ zu, wird es zu voll, wird auch die Haltestelle „Heumarkt“ gesperrt. Den aktuellen Fahrplan gibt es auf: www.kvb.koeln
KVB-Räder dürfen in einigen Teilen der Innenstadt sowie den dazugehörigen Radstationen nicht abgestellt werden, auch diese finden Kundinnen und Kunden online.
Wie viele Einsatzkräfte sind an Weiberfastnacht unterwegs?
Im Einsatz an den Karnevalstagen sind neben insgesamt 1400 bis 1500 Polizeibeamtinnen und -beamten bis zu 400 Mitarbeitende des Ordnungsamtes sowie rund 2600 Sicherheitskräfte von externen Dienstleistern. Nur an Weiberfastnacht sind 858 Einsatzkräfte des Rettungsdienst im Einsatz, sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer der Hilfsorganisationen ASB Köln, Malteser, Johanniter, DRK-Kreisverband Köln, der DLRG Ortsgruppe Köln-Dünnwald und dem THW. Mehrere Unfallhilfsstellen gibt es rund um den Heumarkt, den Alter Markt und im Kwartier Latäng.
Was tut die Stadt für den Jugendschutz?
Ein besonderes Augenmerk liegt auch in diesem Jahr wieder auf dem Jugendschutz. Betrunkene Jugendliche, die vom Ordnungsamt oder der Polizei aufgegriffen werden, werden dem Jugendamt übergeben. Auch Nothilfestellen der Rettungsdienste arbeiten mit den Mitarbeitenden des Jugendamtes zusammen: Sie betreuen die Jugendlichen vor Ort und kontaktieren gegebenenfalls die Eltern. An Weiberfastnacht sind von 10 bis 20 Uhr in der Altstadt im Bereich Dom, Hauptbahnhof und Rheingarten, im Kwartier Latäng und auf der Uniwiese insgesamt 26 Streetworkerinnen und Streetworker unterwegs. Zu erkennen sind sie an ihren grünen Jacken mit der Aufschrift „Streetwork Köln“. Sie sprechen Arabisch, Französisch und Englisch. Im Zülpicher Viertel erreicht man sie unter 0173/887 34 80 und in der Altstadt unter 0152/54 54 79 86.
Was tun, wenn etwas verloren geht?
Wer etwas verloren oder gefunden hat, kann sich auch an den Karnevalstagen an das Fundbüro wenden: Es ist an Weiberfastnacht von 8 bis 11 Uhr geöffnet, am Karnevalsfreitag von 8 bis 12 Uhr. Eine telefonische Auskunft ist über das Bürgertelefon 0221/221-0 möglich. Fundgegenständen können nur mit einem Personalausweisabgeholt werden, bei verlorenen Handys braucht man zudem die sogenannte IMEI-Nummer. Diese steht auf den Kaufbelegen oder im Handy selbst.
