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Pflegenotstand in DeutschlandZahl der ausländischen Pflegekräften gestiegen

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  1. Die Anstrengungen der Bundesagentur für Arbeit und der Bundesregierung, mehr ausländisches Personal für inländische Altenheime anzuwerben, zeigen Wirkung.
  2. Sie reichen aber bei Weitem nicht aus, um die Fachkräftelücke zu schließen, schon jetzt fehlen mindestens 50.000 Fachkräfte.
  3. Laut Berechnungen des Institut der deutschen Wirtschaft werden im Jahr 2035 mehr als vier Millionen Menschen pflegebedürftig sein.

Berlin – Die Zahl der Altenpflegekräfte aus dem Ausland ist in den sieben Jahren seit 2013 deutlich um rund 50.000 gestiegen. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Demnach waren zum Stichtag 31. März 2013 gut 30.000 ausländische Kräfte in der Altenpflege tätig.

Ende März des laufenden Jahres waren es bereits knapp 80.000 ausländische Altenpflegekräfte. Davon sind rund 50.000 als Helfer beschäftigt. Knapp 30.000 Ausländer arbeiten als Fachkräfte, Spezialisten und Experten in der deutschen Altenpflege.

Gut ausgebildet aber ohne Deutsch-Kenntnisse

Damit zeigen die Anstrengungen der BA und verstärkt auch der Bundesregierung, den Pflegenotstand in Deutschland durch ausländische Kräfte vor allem aus Drittstaaten außerhalb der EU zu lindern, bereits spürbare Wirkungen.

Neben der BA wirbt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gezielt nach Pflege-Fachkräften im Kosovo, auf den Philippinen und Mexiko. In diesen Ländern gibt es oft Bachelor-Studiengänge für Pflegeberufe. Die Absolventen gelten als gut qualifiziert, allerdings fehlt es ihnen häufig an deutschen Sprachkenntnissen.

Vier Millionen Pflegebedürftige in 2035

Insgesamt arbeiteten zum Stichtag Ende März 2019 knapp 600.000 Beschäftigte in der Altenpflege, wie aus den Daten der BA hervorgeht. Davon sind 284.000 als Helfer beschäftigt. Rund 305.000 arbeiten als Fachkräfte, knapp 10.000 als Spezialisten und Experten.

Durch mehr ausländische Pflegekräfte kann der Personalmangel in der Altenpflege allerdings höchstens zum kleinen Teil verringert werden. Je nach Schätzung fehlen schon jetzt 50.000 bis 100.000 Kräfte in Altenheimen und in der ambulanten Pflege.

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Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte unlängst ausgerechnet, wie es 2035 in Deutschland aussehen wird: Bleibt das Gesundheitsniveau auf dem aktuellen Stand, werden dann mehr als vier Millionen Menschen pflegebedürftig sein, für deren Versorgung bis zu 150.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht werden.